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Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsbäume verbrannt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsbäume verbrannt
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15:15 15.01.2017
Kurz nachdem Uwe Sperling den grünen Haufen in Zaatzke angezündet hatte. Quelle: Björn Wagener
Freyenstein

Wenn’s knistert und knackt, wird’s wohlig warm an den Händen, und über die Gesichter huscht ein flackerndes Licht. In Sewekow, Zaatzke und Freyenstein gingen am Samstagabend viele Weihnachtsbäume in Flammen auf. Mit dem Verbrennen des Festschmucks vom vergangenen Jahr ist der letzte Bote der Weihnachtszeit nun endgültig in Rauch aufgegangen – und 2017 kann kommen.

Die Premiere kam bei den Gästen an

In Freyenstein war das Weihnachtsbaumverbrennen sogar eine Premiere. Der Männerturnverein (MTV) hatte dazu auf den Sportplatz eingeladen. Am dortigen Sportlerhaus leuchtete weithin der brennende Haufen. Bei Glühwein, Bier, Waffeln und Bratwurst ließen es sich die Gäste gutgehen. Am Grill stand auch der MTV-Vereinsvorsitzende Walter Eisermann. „Anfangs waren es sogar noch mehr Besucher, einige sind schon wieder weg“, sagte er. Der gemütliche Abend kam an. „Sonst hat man ja kaum Gelegenheit, mal miteinander zu reden, fährt morgens arbeiten und kommt abends wieder“, sagte einer der Gäste. Der Verein hatte am Sonnabendvormittag rund 60 bis 70 Bäume eingesammelt.

Nach ähnlichem Muster lief die Sache in Sewekow ab. Dort hatte die Feuerwehr zuvor die Bäume eingesammelt. Bei Glühwein und Bratwurst kamen die Dorfbewohner an Tischen zusammen. „Es waren viele Leute da. Es hat Spaß gemacht“, sagte Ortsvorsteher Martin Schäfer am Sonntag.

Sammelrunden mit dem Traktor

Auch in Zaatzke drehte ein Traktor mit Anhänger seine Runden durchs Dorf, bevor das Feuer lodern konnte. Die Einwohner waren zuvor aufgerufen worden, die Bäume vor die Tür zu stellen. Zwei Ladungen, etwa 50 Stück, seien zusammengekommen, sagt Uwe Sperling vom örtlichen Ballsportverein (BSV), der die Veranstaltung zusammen mit dem Ortsbeirat auf die Beine gestellt hatte. Das Weihnachtsbaumverbrennen in Zaatzke erinnerte beinahe an einen kleinen Weihnachtsmarkt. An mehreren Verkaufshäuschen rund ums Feuer gab es Waffeln, Glühwein, Bratwurst, Räucherfisch und Musik. Auch hatten die Helfer für Sitzbänke gesorgt. Ortsvorsteherin Jaqueline Türk machte die Runde und begrüßte die Helfer und Gäste.

Polizistin Petra Rieger sah sich am Samstag bei den dörflichen Runden am Feuer um. „Alles, was die Geselligkeit im Ort fördert, ist doch eine gute Sache“, sagte sie.

Von Björn Wagener

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