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Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsessen mit Frank Zander
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsessen mit Frank Zander
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11:03 22.10.2013
Doris Sperling. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Gänsebraten und Rotkohl ‒ das traditionelle Weihnachtsessen wird auch in diesem Jahr wieder tausenden Obdachlosen und Bedürftigen im Berliner Estrel Convention Center serviert. Im vergangenen Jahr tafelten rund 2800 arme Menschen dort, in diesem sind 3500 eingeladen. Möglich macht das alles Schlagerstar Frank Zander (Oh' Susi, Captain Starlight). Die von ihm initiierten Weihnachtsessen sind längst zur Tradition geworden. Jene, die sonst am Rande der Gesellschaft leben, stehen an diesem Tag im Mittelpunkt.

Für diese Idee begeistert sich auch Doris Sperling aus Wernikow. "Ich wollte schon immer einmal bei einem dieser Weihnachtsessen zur Helfer-Crew gehören. Das ist ein Traum von mir", sagt sie. In diesem Jahr wird er wahr. Gemeinsam mit ihrem Mann Andreas ist sie Teil der 200-köpfigen Mannschaft aus Freiwilligen, die dafür sorgt, dass alles reibungslos abläuft.

Doch Doris Sperling will nicht nur Essen servieren, sondern auch noch möglichst viele warme Sachen an die Obdachlosen verteilen: Schals, Mützen, Handschuhe, Socken. Deshalb ruft sie zu einer Spendenaktion auf. Bis zum 14.Dezember können solche Dinge im Büro der Evangelischen Kirchengemeinde in der St.-Marien-Straße 8 in Wittstock oder bei der BHG in der Pritzwalker Straße 31 abgegeben werden ‒ unter dem Kennwort "Estrel 2013". Allerdings gilt: nichts Gebrauchtes und nichts Gekauftes. Es müssen selbst angefertigte Kleidungsstücke sein. Es kann auch einfach Wolle abgegeben werden ‒ allerdings sollte das rechtzeitig geschehen, da sie noch verarbeitet werden muss. Übernehmen könnten diese Aufgabe dann Strick-Zirkel oder Seniorengruppen, einfach Menschen, die Spaß an der Handarbeit haben. Bisher ist Doris Sperling noch dabei, die Sache zu organisieren. Sie denkt zum Beispiel an eine mögliche Zusammenarbeit mit der Volkssolidarität. Auf jeden Fall hofft sie auf Unterstützung und verteilte deshalb gestern die ersten Info-Zettel, auf denen sie ihr Anliegen beschreibt. Das Verteilen der Sachen will sie dann vor Ort aber nicht selbst übernehmen. "Ich möchte sie an Frank Zander übergeben. Er soll entscheiden, wer was bekommt."

Die erste Bewerbung als Helfer fürs Weihnachtsessen hatte die Wernikowerin schon im Juli abgeschickt. "Zunächst bekam ich keine Antwort. Im August schickte ich dann noch einmal eine Mail. Daraufhin erhielt sie die Antwort, dass sie sich im September bewerben solle, was sie auch tat. Am 16.September kam die Zusage. Innerhalb von 48 Stunden war die "Helferliste voll", heißt es auf Frank Zanders Website.

Doris Sperling hofft, am 23. Dezember vielleicht auch mit Obdachlosen ins Gespräch zu kommen und so zu erfahren, warum sie auf der Straße leben. "Es gibt ja Hartz IV, ich selbst war auch schon einmal Hartz-IV-Empfängerin", sagt sie. Derzeit arbeitet sie als Kartoffelverkäuferin. Mit ihrer Aktion will sie nicht zuletzt auch darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur in Berlin bedürftige und arme Menschen gibt, sondern auch im Kreis Ostprignitz-Ruppin. Das soziale Engagement ist für sie eine Herzensangelegenheit. "Wenn Sie später einmal in Berlin einen obdachlosen Menschen sehen, dann trägt er vielleicht das von Ihnen angefertigte Kleidungsstück", sagt Doris Sperling mit Blick auf die hoffentlich zahlreichen Helfer aus der Region. Und: "Es ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber viele Tropfen ergeben auch einen See."

Von Björn Wagener

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