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Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsmarkt-Premiere war ein Volltreffer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsmarkt-Premiere war ein Volltreffer
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17:30 11.12.2016
Der Weihnachtsmarkt in Neuruppin. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Wer den Neuen Markt im Herzen Neuruppins kennt, weiß, dass der Platz in den Wintermonaten einen eher trostlosen Anblick bietet. Wenige Wochen vor Heiligabend sollte sich das für vier Tage grundlegend ändern. Der Grund dafür war der von Christian Juhre und Marko Petruschke erstmals ins Leben gerufene Weihnachtsmarkt auf dem Platz an der Fischbänkenstraße.

Von Donnerstag bis Sonntag erfüllten allerlei weihnachtliche Düfte und Klänge den Neuen Markt bis hinunter zur Seepromenade. Zwischen den Holzhäuschen der Händler, an den Feuerschalen und Wurstbuden drängten sich die Besucher dicht an dicht. Neben den klassischen Weihnachtsleckereien bekamen die Gäste allerlei Handwerkskunst zu sehen. Schmiedekunst aus Herzberg, Glasbonbons aus Neuruppin, Holzspielzeug, Keramiken, Stoffwaren und vieles mehr machten den Besuchern den Weihnachtsgeschenke-Einkauf schmackhaft. „Einige Händler mussten schon nach dem ersten Tag neue Ware ordern, weil so viele Besucher gekommen waren. Wir sind positiv überrascht“, sagt Christian Juhre.

Altes Handwerk, Stände mit Weihnachtsgeschenken für seine Lieben, Flammkuchen und Bratäpfel – vier Tage lang ist auf dem Neuen Markt in Neuruppin Weihnachtsmarkt. Hauptattraktion ist ein großes Pfefferkuchenhaus, das die Kinder mit selbst verzierten Honigkuchenplatten gestalten können.

Der Organisator ist vollauf zufrieden und wirkt entspannt, obwohl man bei der Größe und dem knapp bemessenen Planungszeitraum des Projektes vom Gegenteil ausgehen könnte. Erst im August hatte sein Team mit den Vorbereitungen begonnen. „Zunächst mussten wir bei den ansässigen Händlern Überzeugungsarbeit leisten, was nicht immer ganz einfach war. Einige hatten Vorbehalte, da sie die Konkurrenz des Weihnachtsmarktes in Alt Ruppin fürchteten“, sagt Christian Juhre. Die mitunter schwierige Planungsphase machte sich bezahlt. „Wir haben aus der gesamten Stadt Unterstützung erhalten. Angefangen bei den Innenstadthändlern, dem Lions Club, Gastwirten, Vereinen über Handwerker bis hin zum Hotel Resort Mark Brandenburg.“

In den Sommermonaten hatte sich bereits das Freiluftkino „Flimmerstunde“, ebenfalls von Christian Juhre organisiert, auf dem Neuen Markt bewährt. „Diese Idee wollten wir für den Weihnachtsmarkt übernehmen“, so der Organisator. Für die Dauer des Marktes ragte hoch über dem Platz eine große Leinwand, auf der Märchenfilme gezeigt wurden.

Der Besuchermagnet schlechthin war das rund drei Meter hohe Lebkuchenhaus. Das stand geschützt gegen die Witterung unter einer durchsichtigen Plane. Das Holzgerüst für den Bau wurde mit Hilfe des Wuthenower Tischlers Peter Lenz entworfen und gebaut. Die Bäckerei Janke hatte für die Außenverkleidung knapp 300 Kilogramm Lebkuchenteig zu rund 150 Platten verbacken. Die wurden von Kindern mit Zuckerguss und Süßigkeiten verziert und anschließend auf das Holzgerüst montiert. „Das Lebkuchenhaus soll aber nicht gegessen werden. Wenn der Markt zu Ende ist, hoffen wir, es in einem Stück hin­unter uns Foyer des Seehotels schaffen zu können“, so Christian Juhre. Dort soll das Kunstwerk bis Weihnachten zu besichtigen sein.

Auch über ein mögliches Verkehrschaos, hervorgerufen durch den erhofften und schließlich eingetretenen Besucherstrom, hatten sich die Veranstalter Gedanken gemacht. Eine Lösung fand sich gemeinsam mit der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft. Die richtete am Wochenende einen Shuttle-Service zwischen dem Ruppiner Einkaufszentrum (Reiz) und dem Neuen Markt ein. Um den Weihnachtsmarkt auch für Senioren und Menschen mit Behinderungen erreichbar zu machen, stellte der Arbeiter-Samariter-Bund einen kostenlosen Fahrdienst bereit.

Es lief rund für die Organisatoren. „Überall sehe ich selige Gesichter, die Händler und Besucher sind zufrieden“, sagt Hilke Papenbrock. Wie viele Besucher es genau waren, lässt sich nur schwer schätzen. „Ich kann nur sagen, dass der Markt an allen vier Tagen gut besucht war. Wir würden das im nächsten Jahr gerne wiederholen.“

Warum nicht einen eigenen Weihnachtsmarkt aufstellen, dachten sich auch Schüler des Evangelischen Gymnasiums in Neuruppin. Die Abiturientinnen Sophia Speer und Luisa Knappe machten das zum Thema ihrer Seminararbeit. Auch sie haben im Vorfeld erfolgreich Neuruppiner Händler geworben. Mitschüler der beiden entwarfen Flyer und Plakate, kümmerten sich um die Stände und den Verkauf.

Von Freitag bis Sonntag konnten Besucher auf der Dachterrasse des Café Tasca Rauchwurst aus Alt Ruppin verköstigen, Deko und Schmuck der Neuruppiner Boutiquen „Zeitlos“ und „Purpur“ erwerben und die schuleigene Imker-AG verkaufte Honig. Am Freitagabend trat im überfüllten Café der Kammerchor des Evangelischen Gymnasiums mit einem Programm aus klassischen Weihnachtsliedern und Gedichten auf. Am Sonnabend spielte die Schulband „Retarded“ – es gab alles, nur keine Weihnachtslieder. Organisatorin Sophia Speer ist zufrieden. „Bis auf Sonntag war unser Weihnachtsmarkt gut besucht. Wir danken allen Beteiligten für die tolle Unterstützung.“

Von Jan Philipp Stoffers

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