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Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsmarkt auf dem neuen Markt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsmarkt auf dem neuen Markt
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00:18 21.11.2016
Norbert Janke (r.) und seine Kollegen backen 150 riesige Lebkuchen, Kinder sollen sie später verzieren und zu einem Haus zusammensetzen.
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Neuruppin

Das Gerüst steht. Tischlermeister Peter Lenz und seine Kollegen haben es am Donnerstag in ihrer Wuthenower Werkstatt zusammengebaut. Genau so, wie Christian Juhre und Marko Petruschke es sich vorgestellt haben: ein schlichtes Holzhäuschen, mit spitzem Dach, knapp drei Meter hoch. Wichtigste Auflage: Es muss stabil genug sein, um 300 Kilogramm Lebkuchen und Zuckerguss tragen zu können.

Das Hexenhaus soll der Hingucker werden beim großen Weihnachtsmarkt, den Juhre und Petruschke in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Neuen Markt an der Neuruppiner Fischbänkenstraße feiern wollen. Seit August arbeiten sie an dem Konzept. Ihr Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende sollte ein Gemeinschaftsprojekt werden. „Wir wollen so viele Leute mit ins Boot holen wie möglich“, sagt Christian Juhre.

Tischler Peter Lenz entwirft in Wuthenow mit Christian Juhre (r.) das Gerüst fürs Lebkuchenhaus. Quelle: Petruschkefilm

Die beiden Organisatoren haben jede Menge Partner gefunden: Innenstadthändler beteiligen sich mit Ständen, Lions Club und Rotarier sind dabei, der Landesforstbetrieb, das Resort Mark Brandenburg, Gastwirte, Vereine, Handwerker. Vom 8. bis 11. Dezember wollen sie den Neuen Markt und die Fischbänkenstraße bis hinunter zum Parzival am See zur Festmeile machen.

Ein drei Meter hohes Lebenkuchenhaus im Zentrum

Das Lebkuchenhaus wird im Zentrum stehen. Bäckermeister Norbert Janke aus Zechlinerhütte und seine Mitarbeiter machen seit Tagen dafür Überstunden. Etwa 150 Lebkuchenplatten – jede 40 mal 60 Zentimeter groß – sind nötig, um das gesamte Häuschen zu verkleiden. „Allein dafür sind 280 Kilo Teig nötig“, sagt Marko Petruschke. „Natürlich im Originalrezept.“

Die Bäckerei Janke fertigt die Lebkuchenvierecke. Kinder sollen sie beim Weihnachtsmarkt mit Zuckerguss und allerlei anderen Zutaten verzieren, bevor daraus die Wände für das Häuschen entstehen. Wenn der Weihnachtsmarkt vorbei ist, wird das Ganze mit Zuckerguss abgerundet, bevor das fertige Lebkuchenhaus seinen Platz im Foyer des Seehotels findet. Bis Weihnachten ist es dort zu bewundern.

Der Weihnachtsmarkt ist nicht die erste Aktion, mit der Christian Juhre und Marko Petruschke versuchen, mehr Leben auf den Neuen Markt zu bringen. Im Sommer starteten sie ihre Flimmerstunden: Freiluftkino für Kinder und Erwachsene. Über einen riesigen LED-Monitor flimmern Filme, die Zuschauer können gemütlich auf Bänken und in Sesseln Platz nehmen oder sich an Imbissständen oder an der Bar bedienen.

Freiluftkino wie in der Flimmerstunde

Der Platz war jedes mal brechend voll von Besuchern. Das erhoffen sich die beiden auch für ihren Weihnachtsmarkt. Kino wird es auch beim Weihnachtsmarkt geben: Jeden Tag flimmern ab 16.30 Uhr beliebte Märchenfilme über die digitale Leinwand: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, „König Drosselbart“, „Frau Holle“, „Der Hirsch mit dem goldenen Geweih“.

Wochenlang sind die beiden Klinken putzen gegangen. „Das Wichtigste für eine solche Aktion sind die Menschen, die mitmachen“, sagt Juhre. Vielen hat die Idee so gut gefallen, dass sie sofort zugesagt haben. Auch der Landesforstbetrieb beteiligt sich – mit einem ungewöhnlichen Weihnachtsbaumverkauf. Förster und Waldarbeiter statten das Festgelände mit schmucken Bäumchen aus. Die Besucher können sich das Wochenende über umschauen, ob sie irgendwo den idealen Weihnachtsbaum für daheim entdecken. Wer einen Baum will, kann seinen Namen auf das Schild schreiben, das am jedem Stamm hängt. Ist der Weihnachtsmarkt am 11. Dezember vorbei, werden alle Bäume verpackt und können abgeholt werden.

Eine Stadt – viel Weihnachtsmärkte

Auch im Neuruppiner Rathaus kommt das Konzept an. „Das ist die beste Idee, die man in Neuruppin haben kann“, findet Baudezernent Arne Krohn. Die Stadt hat zwar schon jetzt einen sehr beliebten Weihnachtsmarkt. Seit Jahren organisiert ihn Gabriele Lettow auf dem Hof des Uphus und rundherum. Auch in diesem Jahr findet er statt – zwei Wochen früher, am ersten Adventswochenende. Außerdem gibt es Weihnachtmärkte in Krangen, Karwe, Alt Ruppin und Neumühle. Ist das nicht ein bisschen viel für eine kleine Stadt wie Neuruppin? Bürgermeister Jens-Peter Golde findet das nicht: „Neuruppin braucht in der Adventszeit nicht nur Veranstaltungen an einem Wochenende.“

Ähnlich sieht es Carlo Focke vom Händlerverein „Wir die Innenstadt“. „Neuruppin ist nun mal ein Touristenmagnet“, sagt er. „Im Advent kommen viele Leute in die Stadt, die fragen, was sie denn hier am Wochenende machen können. Denen muss man auch etwas bieten.“ Je mehr Veranstalter daran mitarbeiten, desto besser.

Von Reyk Grunow

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