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Ostprignitz-Ruppin Weinfest auf dem Schulplatz gefeiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weinfest auf dem Schulplatz gefeiert
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00:17 17.08.2016
Freunde aus Wustrau, Lichtenberg, Alt Ruppin und Berlin genießen den Brandenburger Landwein. Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Auch die märkische Sonne kann für gute Weine sorgen. Davon überzeugten sich am Wochenende über 3000 Besucher des Neuruppiner Weinfestes. Erstmals wurden neben guten Tropfen aus dem Weinanbaugebiet der Nahe (Rheinhessen) auch Brandenburger Weine ausgeschenkt.

Unter den Genießern war am Freitag auch der Wustrauer Burkhard Märtin. Für ihn und seine Freunde, die mit dem Fahrrad anreisten, ist das Weinfest im Kalender ein fester Termin, der nicht verpasst werden darf. Trotz des Regens ließen sie sich die Stimmung nicht vermiesen. „Vom Wetter lassen wir uns nicht abhalten“, sagt der Wustrauer. „Wir werden nachher fröhlich mit unseren Rädern zurück schieben.“ Die Freunde aus Wustrau, Lichtenberg, Alt Ruppin und Berlin ließen sich den Brandenburger Landwein bei leisem Nieselregen und Boney M’s „Daddy Cool“ munden.

Sabine Zachau schenkt Wein von Brandenburger Winzern ein. Quelle: Cornelia Felsch

Sympathisch und gut aufgelegt präsentierte sich bereits am Donnerstag die Rheinhessische Weinkönigin Sabrina Becker. Sie eröffnete gemeinsam mit Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde das Weinfest. Die Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Weinbau und Oenologie hat eine Winzerlehre absolviert. Ihre Berufserfahrung holt sie sich im elterlichen Weingut in Spiesheim (Rheinland-Pfalz).

„Am Donnerstag hat sie auch unseren Stand besucht“, erzählt Sabine Zachau vom Förderverein Niederlausitzer Weinbau, der sich zum ersten Mal in Neuruppin präsentierte. „Von der Qualität unserer Weine war die Weinkönigin angenehm überrascht.“ Sabine Zachau kennt sich gut aus mit der Weinherstellung im Osten Deutschlands. „Von den ehemals ausgedehnten Weinbauflächen – 1868 waren es noch mehr als 800 Hektar – waren 1990 nur noch Spuren vorhanden. Gerade einmal sechseinhalb Hektar in Werder an der Havel.“

Verein kümmert sich um alte Rebsorten

Nun geht es wieder bergauf, der Verein kümmert sich um alte Rebsorten und Standorte. Sabine Zachau hat drei Tage Urlaub genommen, um den Neuruppinern den Wein aus Brandenburg schmackhaft zu machen. „Früher tranken die Leute mehr lieblichen Wein wie Rosenthaler Kadarka, heute probieren sie vieles aus“, sagt sie.

Simone Zartmann von der Pension Bacchus aus Gühlen-Glienicke schenkt ebenfalls gute Weine aus, allerdings nicht aus der Region. Was in den Gläsern funkelt, ist Wein vom Gut Becker der Weinkönigin. Seit vergangenem Jahr verkaufen die Gühlen-Glienicker über 27 verschiedene Weinsorten. „Seit 20 Jahren fahren wir regelmäßig dorthin, um uns Weinkenntnisse anzueignen.“ Für die Winzer ist es ein glücklicher Umstand, dass die Zartmanns nun ihre Weine auf dem Fest anbieten und ihnen der weite Weg erspart bleibt. Die Neuruppiner können sich dennoch den guten Tropfen munden lassen und das taten sie ausgiebig, trotz Kälte und Regen. „Am Donnerstag war es ja sehr kalt. Wir haben gestaunt, wie viele Weinliebhaber dennoch den Abend hier genossen haben“, sagt Ronald Zartmann.

Von Cornelia Felsch

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