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Weiter Streumunition in der Heide

Gefährliche Altlasten Weiter Streumunition in der Heide

Auf dem Gelände der Kyritz-Ruppiner Heide liegen weiterhin zahlreiche Kugelbomben, die international geächtet sind. Diese sind zwar kleiner als Tennisbälle. Doch weil sich in ihnen gut 100 Stahlkugeln sowie 100 Gramm Sprengstoff befinden, sind die Kugelbomben höchst gefährlich. Gefunden werden sie oft zufällig.

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Eine Kugelbombe.

Quelle: Daniel Seidel

Neuruppin. Auch wenn die Bundeswehr bis Monatsende ihre letzte Streumunition vernichten lassen will, hat Deutschland damit noch längst nicht alle Hausaufgaben gemacht: In der Kyritz-Ruppiner Heide lauern weiterhin unzählige Kugelbomben, die international geächtet sind. „Diese müssen auch entsorgt werden“, betonte am Montag Rainer Entrup von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).

Der Bima gehört die gut 12 000 Hektar große Heide. Dort wurden in den vergangenen Monaten immer wieder eher zufällig einige dieser heimtückischen Bomben gefunden. Diese sind zwar kleiner als Tennisbälle. Doch weil sich in ihnen gut 100 Stahlkugeln sowie 100 Gramm Sprengstoff befinden, sind die Kugelbomben höchst gefährlich: Der Sprengstoff sorgt dafür, dass die Stahlkugeln mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1200 Metern je Sekunde alles durchschlagen, was in ihrer Nähe ist. Der tödliche Radius liegt bei knapp 100 Metern. Zwei dieser Kugelbomben sollen am 25. November in der Heide gesprengt werden. „Ein Transport ist zu gefährlich“, sagte Munitionsexperte Daniel Seidel, der seit drei Jahren als Feuerwerker für die Bima in der Heide arbeitet.

Wie viele dieser gefährlichen Kugelbomben im einstigen Bombodrom liegen, ist unklar. Die Experten der Bima haben jedoch eine Verdachtsfläche eingegrenzt, die bis zum Jahr 2020 beräumt werden soll. „Ich hoffe, wir schaffen das“, sagte Bima-Mann Entrup. Derzeit läuft eine erste Auftragsvergabe. Demnach soll ein Unternehmen zunächst mit einem gepanzerten und ferngesteuerten Fahrzeug einen Sicherheitsstreifen schaffen, eine andere Firma danach die Fläche absuchen. Wann damit begonnen wird, ist noch unklar.

Von Andreas Vogel

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