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Ostprignitz-Ruppin Weiter Unruhe bei der Klinik-Tochter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weiter Unruhe bei der Klinik-Tochter
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02:21 05.03.2018
Bei den Wachschützern, die bei einer Tochter der Ruppiner Kliniken ist die Laune im Keller. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die Laune ist im Keller bei den Wachschützern, die bei der Klinik-Tochter Pro-Klinik-Service (PKS) in Neuruppin angestellt sind und neue Arbeitsverträge unterschrieben haben. „Ich hatte früher 1500 Euro im Monat, jetzt sind es nur 1200 Euro“, sagt einer der Betroffenen, der seinen Namen nicht nennen will. Schließlich wolle er seinen Job behalten.

Gewerkschaft und Betriebsrat hatten gewarnt

Die Gewerkschaft Verdi und auch der Betriebsrat der PKS hatten davor gewarnt, die neuen Arbeitsverträge zu unterschreiben. Diese sehen zwar entsprechend des Mindestlohn-Tarifvertrages höhere Stundensätze vor, allerdings fallen die bisherigen Zuschläge weg oder deutlich geringer aus. Fakt ist: „Unterm Strich bleibt weniger Geld für die Betroffenen übrig“, sagte Siegfried Wittkopf am Freitag. Der Neuruppiner Kreistagsabgeordnete (Linke) kennt das Problem seit November und ist mit Beschäftigten der PKS im Gespräch. Auch den Kontakt zum Rechtsamt der Kreisverwaltung hat Wittkopf gesucht. Schließlich sind die Ruppiner Kliniken und auch die PKS Unternehmen des Landkreises. Doch das Rechtsamt habe die Kritik als „Einzelmeinung“ abgetan, so der Abgeordnete. Ein Gespräch mit der Justiziarin fiel krankheitsbedingt aus. Laut Wittkopf gibt es weiter Unruhe in dem kreislichen Unternehmen.

Verdi: Jeder Fall muss einzeln betrachtet werden

Für die Gewerkschaft Verdi ist das wenig überraschend. Denn die Mitarbeiter der Pro-Klinik-Service kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen und haben damit unterschiedliche Verträge: Rund 50 Mitarbeiter kümmern sich um die Küche des Krankenhauses, 145 sind in der Gebäudereinigung, im Hausmeisterservice, in der Wäscherei sowie im Wachschutz im Einsatz. „Jeder Fall muss einzeln betrachtet werden“, sagte die Verdi-Frau Manon Cochois.

Ein Fall für das Arbeitsgericht

Die Gewerkschaft hatte darauf gedrungen, dass das bisherige Gehalt durch die neuen Verträge nicht reduziert werden dürfe, sondern untern den „Besitzschutz“ falle. Doch genau diese Regelung sei nicht beachtet worden, hatte der Betriebsrat schon im Januar kritisiert. Gleichwohl scheint es derzeit keine Verhandlungen zum „Besitzschutz“ zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung zu geben. Klar ist jedoch, dass sich das Arbeitsgericht bald mit einem Fall eines PKS-Mitarbeiters beschäftigen wird.

Von Andreas Vogel

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