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Ostprignitz-Ruppin Weitere Hürden für geplanten Heideweg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weitere Hürden für geplanten Heideweg
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19:02 28.11.2017
Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis ein weiterer Wanderweg in der Kyritz-Ruppiner Heide eröffnet werden kann. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Es gibt zwar noch viele Fragen zu klären, aber die Stadt Rheinsberg ist grundsätzlich bereit, ein sogenannter Projektträger zu werden, damit in naher Zukunft bei Alt Lutterow ein etwa acht Kilometer langer Rundwanderweg in die Kyritz-Ruppiner Heide eröffnet werden kann. Dafür haben sich am Montag sowohl der Bau- als auch danach der Hauptausschuss ausgesprochen.

Zu den offenen Fragen gehört nicht allein die Finanzierung des Projekts, wobei noch etwa vier Kilometer der geplanten Wegstrecke nach Munition abgesucht und bei Funden auch beräumt werden muss. Dafür rechnen die Initiatoren um Klaus Günther mit Kosten von etwa 45 000 Euro, so dass die Gesamtkosten, samt Parkplatz, Toiletten und einer Aussichtsplattform, bei knapp 150 000 Euro liegen würden. Diese Summe schreckt Günther nicht. „Wir werden beim Land Zuschüsse für die Tourismusförderung beantragen“, sagte der langjährige Sprecher der Unternehmerinitiative Pro Heide am Dienstag. Zudem hätten einige Hoteliers und Pensionsbetreiber angekündigt, sich an den Kosten für den Rundwanderweg in die Heide beteiligen zu wollen.

Der Nabu sieht Gefahren für Bodenbrüter

Überrascht wurde der Initiator jedoch am Montagabend von einer ganz anderen Seite: Bernd Ewert, der Kreisvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu), meldete ernsthafte Bedenken an, dass Touristen auf dem Rundweg seltene oder gar geschützte Vogelarten vertreiben könnten, wie Heide- und Feldlerche, Braun- und Schwarzkehlchen, Gold- und Grauammer sowie Neuntöter und Ziegenmelker. Viele dieser Vogelarten seien Bodenbrüter. Frei laufende Hunde würden zu einer „massiven Verdrängung“ führen, warnte Ewert.

Günther glaubt dennoch weiter daran, dass der Rundwanderweg schon bald Realität werden könnte. Denn wenn die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die der Heide gehört, weitere Flächen abbrennen würde, damit sie nicht zu Wald werden, könnten sich die Vögel auf dem dann abgebrannten, offenen Heidegelände ansiedeln. Günther will jetzt zudem noch einmal das Gespräch mit der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis sowie mit der Naturparkverwaltung Stechlin-Ruppiner Land suchen. Denn beide Institutionen hätten bisher nichts zu den unter Schutz stehenden Bodenbrütern gesagt, so Günther.

Gefährliche Nähe zur roten Zone

Womöglich gibt es aber noch ein viel größeres Problem für den geplanten Rundwanderweg bei Alt Lutterow. Denn wenn die Strecke nicht nur am Rande der Heide verläuft, sondern auch teilweise über das Areal führen soll, könnte es gefährlich werden: In der Nähe befinden sich Flächen, die hochgradig mit Munition verseucht sind, und deshalb zur sogenannten roten Zone. Diese wird die Bima auch in nächster Zeit noch nicht beräumen.

Vorrang hat für die Bima nämlich derzeit das Beseitigen von sogenannten Streuwaffen wie Kugelbomben. Deshalb ist gerade begonnen worden, eine 1100 Hektar große Verdachtsfläche in der gut 12 200 Hektar umfassenden Heide abzusuchen, was wohl noch mindestens bis zum Jahr 2020 dauert. Unklar ist deshalb, wie die Verdachtsfläche neben dem geplanten Rundweg so gesichert werden könnte, dass der Landkreis als zuständige Ordnungsbehörde den Weg in die Heide auch genehmigt.

Von Andreas Vogel

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