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Weltrekorde in Wittstock aufgestellt

Wittstock Weltrekorde in Wittstock aufgestellt

Die Deutschen Meisterschaften im Powerlifting wurden am Sonnabend in Wittstock ausgetragen. Weltmeisterin Nadja Otter aus Kassel stellte dabei ihre eigenen Bestleistungen in den Schatten. Auch Junior-Weltmeister Tom Huschenbett glänzte mit einem persönlichen Rekord.

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Die Deutschen Meisterschaften im Powerlifting in Wittstock, hier ein Athlet beim Kreuzheben, verlangten den Sportlern alles ab. Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Neue Weltrekorde im Kraftsport wurden am Sonnabend in der Wittstocker Stadthalle aufgestellt. Dort fanden die Deutschen Meisterschaften im Powerlifting statt – ein Kraftdreikampf, der aus den Disziplinen Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben besteht. Das Spitzen-Trio unter den rund 70 Startern hieß: Nadja Otter, die stärkste Frau der Welt im Powerlifting; Tom Huschenbett, der 16-jährige Junioren-Weltmeister, und Peter Hulin, der Weltmeister im Bankdrücken. Alle drei erreichten Großes: Nadja Otter überbot ihre bisherigen Bestleistungen bei allen drei Herausforderungen.

250 Kilogramm beim Kreuzheben

Beim Kreuzheben schaffte sie 250 Kilogramm (bisher: 247,5); beim Bankdrücken 140 Kilogramm (bisher 137,5) und beim Kniebeugen 197,5 Kilogramm (bisher 192,5). Tom Huschenbett, der nur beim Kniebeugen angetreten war, verbesserte seine persönliche Bestleistung von 140 auf jetzt 145 Kilogramm. Und Peter Hulin bestätigte seine bisherige Bestleistung im Bankdrücken mit 250 Kilogramm.


Weltmeisterin Nadja Otter brach in Wittstock ihre eigenen Rekorde

Weltmeisterin Nadja Otter brach in Wittstock ihre eigenen Rekorde.

Quelle: Björn Wagener

Ausgerichtet worden war die Meisterschaft vom Verband „Raw Powerlifting Germany“ aus Wittstock. Dessen Gründer Andreas Hordan wurde nicht nur selbst Deutscher Meister, sondern war vor allem von Nadja Otters Leistung beeindruckt. „Das hat noch nie eine Frau auf der ganzen Welt geschafft. Sie ist wirklich brutal.“

Es war ein guter Tag

Die 33-Jährige aus Kassel sieht das etwas nüchterner: „Ja, es war ein guter Tag“, sagt sie am Abend bescheiden. Noch kurz vorm Aufwärmen am Mittag war sie sich ihrer Tagesform gar nicht so sicher gewesen. „Das kann man vorher nie sagen. Eigentlich fühle ich mich vorher immer eher schlecht.“

Der kleinwüchsige Tom Huschenbett betreibt seinen Sport erst seit drei Jahren, war aber bereits bei Wettbewerben in den Niederlanden und Tschechien erfolgreich. Er gehört ebenso wie Peter Hulin zur „Kraftschmiede“ von Trainer Sergej Semjonov. Beide von ihm betreuten Athleten kommen aus Gotha in Thüringen.

Der 16-jährige Tom Huschenbett mit seinem Trainer Sergej Semjonov

Der 16-jährige Tom Huschenbett mit seinem Trainer Sergej Semjonov

Quelle: Björn Wagener

Für alle Teilnehmer war es ein anstrengender Tag. Viele von ihnen reisten stundenlang an, um pünktlich um 13 Uhr fit am Start zu sein. Die Meisterschaft dauerte – inklusive Siegerehrung – bis 22 Uhr. Es begann mit Kniebeugen, dann folgte das Bankdrücken und schließlich das Kreuzheben. Als Kampfrichter fungierten Ralf Kanthak und René Marticke. Während des gesamten Wettbewerbes donnerte kerniger Heavy-Metal-Sound à la AC/DC und Co. aus den Boxen. Danach ging es für die Athleten direkt wieder nach Hause.

Noch in der Nacht wieder nach Hause

Nadja Otter musste sogar am Sonntag wieder zur Arbeit. „Ich bin in der Behindertenhilfe beschäftigt. Da muss man auch am Wochenende ran“, sagt sie. Außerdem belegt sie zurzeit noch den Studiengang „Sozialrecht“. Zum Kraftsport sei sie über den Triathlon gekommen. „Ursprünglich war das nur als Ergänzung gedacht. Aber dann hat mir der Kraftsport mehr Spaß als der Triathlon gemacht.“ An Kraft-Wettkämpfen nehme sie erst seit etwa einem Jahr teil.

Peter Hulin macht seit zwölf Jahren Kraftsport. Das Bankdrücken ist sein Ding. „Ich könnte die anderen Disziplinen auch machen, aber dann wäre ich ab morgen platt, denn ich hatte 2010 einen Bandscheibenvorfall“, erzählt der Postzusteller, für den das Training längst zum Leben dazugehört. Auch er fuhr noch in der Nacht wieder heim. Trotz der buchstäblich starken Leistungen: Geld verdienen die Kraftsportler damit nicht. Nadja Otter fasst es so zusammen: „Es ist ein Hobby. Eigentlich hat man nur Kosten.“

Von Björn Wagener

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