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Wenig Wasser in der Ruppiner Wasserstraße

Neuruppin Wenig Wasser in der Ruppiner Wasserstraße

Viel zu wenig Regen fiel in den vergangenen Wochen in der Region. Das hat auch für Wassersportler Folgen. Denn das Land hat jetzt die Tauchtiefe auf der Ruppiner Wasserstraße zwischen Oranienburg und Gudelacksee bei Lindow auf 0,8 beziehungsweise einen Meter eingeschränkt.

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Nicht nur die Ruppiner Wasserstraße leidet unter Niedrigwasser: Auch am Rheinsberger Schloss herrscht Ebbe.

Quelle: Celina Aniol

Neuruppin. Weil in den vergangenen Wochen nicht genug Regen gefallen ist, sinken die Wasserstände in der Ruppiner Wasserstraße weiter. Das Landesumweltamt zieht jetzt deshalb die Notleine und schränkt die genehmigte Tauchtiefe für Boote ein. So dürfen Wassersportler zwischen Oranienburg und der Schleuse Altfriesack das Gewässer nur noch mit Fahrzeugen befahren, die mit 80 Zentimetern unterm Kiel auskommen. Zwischen der Schleuse Altfriesack und dem Gudelacksee gilt bis auf Widerruf eine Tauchtiefe von einem Meter.

Laut Deutschem Wetterdienst ist der diesjährige Sommer in der Mark mit durchschnittlich 18,8 Grad recht warm und zudem ziemlich trocken. Immerhin: Mit 670 Sonnenstunden gilt Brandenburg in diesem Jahr als zweitsonnen­reichstes Land der Republik. Was das Herz der Sonnenanbeter freut, ist nicht ganz so gut für die Natur und die Wasserwirtschaftler und Landwirte. Denn solange Trockenheit herrscht, müssen sie mit dem absoluten Minimum an Nässe auskommen. So bekommen zum Beispiel Bauern bereits seit Mitte August kein Wasser mehr aus den Hauptgewässern im Einzugsbereich des Rhins für ihre Felder. Ungefähr genauso lange ist auch schon der Rheinsberger Rhin für die Paddler tabu: Weil dort der Wasserstand zu niedrig ist, dürfen Wassersportler das Gewässer nicht mehr befahren (die MAZ berichtete). Das im Winter gleich in vier großen Speicherketten angestaute Wasser reicht nicht aus, um die Region mit genügend Nass zu versorgen. Das einzig wirksame Gegenmittel gegen die leeren Reservoirs wäre Regen.

Hinweis: Infos zu Sperrungen von Landesgewässern unter www.lbv.brandenburg.de/sperrungen.htm.

Von Celina Aniol

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