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Ostprignitz-Ruppin Weniger offene Stellen in der Region
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weniger offene Stellen in der Region
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02:15 03.06.2017
Die Experten der Arbeitsagentur wurden überrascht, dass es weniger Stellenangebote gibt. Das sei aber kein Grund zur Sorge, heißt es. Quelle: DPA
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Neuruppin

Überraschend wurden der Neuruppiner Arbeitsagentur im Mai deutlich weniger freie Stellen von der Wirtschaft und den Verwaltungen angeboten als im April. Gleichwohl wertet Cornelie Schlegel, die Chefin der Neuruppiner Arbeitsagentur, dies nicht als Zeichen dafür, dass der bisher stets als robust bezeichnete Arbeitsmarkt in der Region jetzt womöglich eine Delle bekommt oder sogar einbricht. „Das ist bei Weitem nicht so“, sagte Schlegel am Mittwoch bei der Präsentation der aktuellen Daten in Neuruppin. Vielmehr führte Schlegel den Rückgang bei den Stellenmeldungen auf eine Zurückhaltung der großen Versandhäuser im Havelland, wie Amazon und Zalando, zurück. Das könnte im Juni schon wieder ganz anders aussehen, sagte die Arbeitsamtschefin. Schlegel rechnet sogar damit, dass im Juni die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen in den vier Landkreisen, für die die Neuruppiner Behörde zuständig ist (Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Oberhavel und Havelland), erstmals unter die Marke von 20 000 sinken könnte. Derzeit gelten knapp 20 100 Frauen und Männer in diesen vier Kreisen als erwerbslos.

Vermittler benötigen immer mehr Zeit, um freie Stelle zu besetzen

In der Tat deuten die am Mittwoch präsentierten Daten nicht darauf hin, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt demnächst eintrüben könnte. In Ostprignitz-Ruppin sank die Quote im Mai auf 7,6 Prozent, in der Prignitz auf 9,1 Prozent. Gleichzeitig brauchten die Vermittler in beiden Landkreisen mehr Zeit, um freie Stellen überhaupt besetzen zu können. In Ostprignitz-Ruppin kann im Schnitt nach 140 Tagen eine Stelle neu besetzt werden, das sind 31 Tage mehr als im Mai vor einem Jahr, sagte Thomas Meyfarth, der sich bei der Agentur um die Regionen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz kümmert. Auch in der Prignitz brauchten die Vermittler mehr Zeit: 113 Tage statt 100 Tage wie noch vor einem Jahr.

Von dem Personalmangel in vielen Firmen profitieren allmählich immer mehr Frauen und Männer, die seit mehr als einem Jahr einen Job suchen. In Ostprignitz-Ruppin sank die Zahl der offiziell registrierten Langzeitarbeitslosen im Mai auf 1383 – das sind 52 weniger als im April und sogar 226 weniger als im Mai vergangenen Jahres. Ähnlich sieht es in der Prignitz aus. Dort gab es im Mai zwar noch 1593 Langzeitarbeitslose, aber das sind 42 weniger als im April und 389 weniger als im Mai 2016. Die meisten Stellen wurden in der Region im vergangenen Monat in den Bereichen Verkehr/Logistik, Produktion/Fertigung, beim Bau, der Zeitarbeit sowie im Handel und Gesundheitswesen besetzt.

Die Mai-Zahlen auf einen Blick

In Ostprignitz-Ruppin galten 3928 Frauen und Männer als arbeitslos. Das sind 245 weniger als im April und 573 weniger als im Mai vor einem Jahr. Im Altkreis Neuruppin gab es offiziell 2082 Arbeitslose, die Quote sank erstmalig auf 6,8 Prozent. Im Altkreis Kyritz waren 1079 Menschen als erwerbslos registriert (Quote: 9,6 Prozent). Im Altkreis Wittstock galten noch 767 Menschen als arbeitslos (Quote: 7,7 Prozent).

In der Prignitz gab es offiziell 3646 Erwerbslose, das sind 208 weniger als im April und 661 weniger als vor einem Jahr. Im Altkreis Pritzwalk sank die Quote auf 8,2 Prozent, im Altkreis Perleberg auf 9,5 Prozent.

Von Andreas Vogel

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