Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Wenn das Gemeindehaus zum Laufsteg wird
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wenn das Gemeindehaus zum Laufsteg wird
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 16.11.2016
Modeverkäufer Ingo Becker (Mitte rechts) arbeitet gern mit den Modells aus Blumenthal. Quelle: Christian Bark
Anzeige
Blumenthal

Ein Gläschen Sekt zum Lockerwerden und eine herzliche Begrüßung an der Eingangstür zum Blumenthaler Bürgerhaus – schon sind die Besucherinnen der diesjährigen Modeschau in dem Ort in der richtigen Stimmung. Bis auf wenige Ausnahmen besteht das Publikum an diesem späten Samstagnachmittag ausschließlich aus Frauen. „Es ist Mode von Frauen für Frauen“, erklärt Ingo Becker. Er ist Inhaber der Berliner Modeboutique La Strada, gehört zu den Organisatoren der Veranstaltung sowie zu den wenigen Männern der Schau.

Die Plätze sind auf 80 beschränkt und sollen möglichst von Frauen besetzt werden. Denn, und daraus mach Becker keinen Hehl, es gehe bei der Modenschau auch darum, die Mode zu verkaufen. „Natürlich nicht ausschließlich, wir wollen Qualitätsmode aufs Land bringen“, betont er. Außerdem kommt noch der erschwerende Umstand hinzu, dass sich viele Männer wenig für Mode interessieren, wie aus dem Publikum sowie von einigen Models zu hören war.

Im Publikum sind die Frauen derweil gespannt auf die Models, die ausschließlich aus der näheren Umgebung kommen. „Wozu Star-Models engagieren, die gibt’s doch auch hier“, macht Becker deutlich. Auch Claudia Hohmann aus Rossow freut sich auf ihre Tochter Helena. „Sie modelt schon das vierte Mal mit“, sagt sie. Dann geht’s los – Musik an und die Damen zwischen 20 und 84, gestaffelt in fünf verschiedene Altersgruppen, zeigen, wie gut ihnen Beckers italienische Mode zu Gesicht und zu Figur steht.

Zur Galerie
Am Samstag wurde das Blumenthaler Dorfgemeinschaftshaus wieder zum Catwalk für die Frauen aus dem Ort.

Eine Premiere ist die diesjährige Modenschau für Susann Geyer. „Sonst war ich immer Teil des Ankleideteams“, berichtet die 34-Jährige aus Blumenthal. In diesem Jahr habe sie sich dann mal getraut, mitzulaufen. „Trotz anfänglicher Aufregung macht es großen Spaß“, freut sie sich. Skepsis hatte auch Gabriele Rohwedder, als sie vor drei Jahren an der ersten Modenschau in Blumenthal teilnahm. „Wir haben damals vor allem Teilnehmer aus unseren vielen Veranstaltungen rekrutieren können“, erinnert sich das Vorstandsmitglied des örtlichen Kulturvereins „Blumenthaler Kult“. Über den Verein, der im Bürgerhaus Veranstaltungen organisiert, sei vor drei Jahren auch der Kontakt zu Ingo Becker entstanden. Beckers Nachbarin, Claudia Voigt, ist die Schwester eines Vereinsmitglieds. So kam eins zum anderen und Ingo Beckers Mode nach Blumenthal.

Nächsten Frühling keine Modenschau

Jedes Jahr im Frühjahr und im Winter führen die hiesigen Models die Kollektionen vor. „Zur Belohnung gibt es einen 50-Euro-Gutschein von Ingo“, erklärt Susann Geyer. Allerdings wird die Veranstaltung im kommenden Frühjahr wohl entfallen, wie Gabriele Rohwedder ankündigt. Grund dafür sei die recht mäßig besuchte Modenschau in diesem Herbst. „So wollen wir die Vorfreude auf das nächste Mal vergrößern“, sagt sie.

Nachdem die elf Damen fast 90 Minuten lang Wetterfestes, festlich Elegantes oder Kuschliges präsentiert haben, verlost Becker, der mit seinem Team bislang hinter dem Laufsteg die Models betreut hat, noch Gutscheine ans Publikum. Danach beginnt das Shoppen. Die Frauen erhalten alles das, was sie zuvor an ihren Nachbarinnen auf dem Catwalk bestaunen durften. „Für mich kommt der Pullover in Frage, den ich heute vorgeführt habe“, freut sich Gabriele Rohwedder.

Von Christian Bark

Gucken, Anfassen und Ausprobieren – Das ist das Motto der neuen Sonderausstellung „Handwerk – Werke von Hand“ im Museum in der „Alten Bischofsburg“ in Wittstock. Bei der Eröffnungsveranstaltung am Samstag erfuhren die Besucher zudem allerhand Interessantes darüber, welchen Einfluss das Handwerk heute noch auf unsere Alltagssprache hat.

16.11.2016

Kinobesuche, Discoabende oder Bowlingtreffen – wer in Wittstock und Umgebung nach Veranstaltungen für und mit jungen Leuten sucht oder solche öffentlich machen will, hat jetzt eine Plattform mehr dafür. Seit vergangener Woche betreut der 16-Jährige Sven Lippke die Facebookseite „Wittstocker Jugend“ und hofft auf viele Likes, Diskussionen und Tipps.

16.11.2016

Etwas verspätet aber dafür umso bunter feierten die Narren des WCC in Wittstock den Anbruch der fünften Jahreszeit. Um 20.20 Uhr begann ihr Sessionauftakt unter dem Motto „Dunkel ist es sowieso“ mit Tänzen der Funken, Fünkchen sowie der Blauen Garde. Für die Verzögerung in den Abend gab es laut WCC-Präsident Egbert Schröder eine simple Erklärung.

16.11.2016
Anzeige