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Wenn der Orgel die Luft ausgeht

Orgelsanierung in Sewekower Kirche Wenn der Orgel die Luft ausgeht

Pumpen bis zur Erschöpfung musste Gemeindemitglied Hartmut Ruge in der letzten Zeit, wenn jemand auf der Orgel in der Sewekower Kirche spielte. Der Grund für die Anstrengung war ein Riss im Blasebalg. Der ist aber nun repariert und die auch die gereinigten Pfeifen werden wieder eingesetzt. Eine weitere Neuerung soll zudem Hartmut Ruges Kräfte schonen.

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Kräftig pumpen muss Hartmut Ruge, wenn die Orgel erklingen soll.

Quelle: Christian Bark

Sewekow. Die Feuchtigkeit, die während der Deckensanierung vor drei Jahren in das Gebäude gedrungen ist, bekam der Orgel in der Sewekower Kirche gar nicht gut. „Im Blasebalg entstand ein Riss“, erklärt Hartmut Ruge. Er kümmert sich gemeinsam mit seiner Frau Ingeborg, einer der Kirchgemeindeältesten, um das Gotteshaus. Dazu gehört eben auch das Zupumpen von Luft, wenn die mehr als 110 Jahre alte Hollenbach-Orgel während des Gottesdienstes oder bei einem Konzert gespielt wird. Aufgrund des Risses wurde die ohnehin schon kraftzehrende Aufgabe für Ruge immer schwerer. „Ich musste pumpen und pumpen“, erinnert er sich.

Doch dann kam Unterstützung von der Evangelischen Kirche. Der Riss im Blasebalg wurde geklebt und die Orgelpfeifen mal wieder richtig gereinigt. Das war dringend notwendig, denn die letzte Generalüberholung der Orgel ist Hartmut Ruge zufolge schon mehr als 30 Jahre her. „Ein Orgelbauer aus Mecklenburg hat sich der Sache angenommen“, sagt er. Der wolle in dieser Woche dann die Orgelpfeifen wieder einsetzen.

Einen hohen vierstelligen Betrag hat sich die Kirche die Sanierung kosten lassen, wie Ingeborg Ruge mitteilt – also weit entfernt von den 350 Ostmark, die bei den Arbeiten vor 30 Jahren angefallen waren.

 Geklebt

Geklebt: Der Riss im Blasebalg ist beseitigt.

Quelle: Christian Bark

Nicht zuletzt sei die Sanierung so teuer geworden, weil die Orgel um eine technische Finesse ergänzt wird, sehr zur Freude von Hartmut Ruge: Eine über einen Elektromotor angetrieben Pumpe. Das erübrigt schweißtreibende Einsätze des Rentners, denn er werde nun mal auch nicht jünger, wie er sagt. „Nur wenn mal der Strom ausfallen sollte, muss wieder manuell gepumpt werden.“

Und so wird die Orgel, wenn alles nach Plan läuft, Ingeborg Ruge zufolge zum Plattdeutschen Gottesdienst am 12. Juni wieder zu hören sein. Doch nur mit der Orgelsanierung allein ist es in Sewekows Kirche nicht getan. „Am und im Gebäude muss noch viel getan werden“, sagt die Kirchenälteste. Darum freue sie sich über jede Spende von Kirchbesuchern.

Von Christian Bark

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