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Ostprignitz-Ruppin Wer hat Schuld am Straßen-Wackelpudding?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wer hat Schuld am Straßen-Wackelpudding?
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17:19 23.10.2015
Viele Pflastersteine der Gnewikower Ortsdurchfahrt liegen nur noch lose auf dem Sandbett. Immer wieder fliegen welche heraus. Quelle: Peter Geisler
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Gnewikow

Der Wackelpudding bleibt wohl länger. Seit fast einem Jahr läuft der Ortsbeirat von Amt zu Amt und versucht zu erreichen, dass die gefährliche Fahrbahn mitten in Gnewikow endlich repariert wird. Doch die Gnewikower dürfen nicht damit rechnen, dass sich am Zustand ihrer Gutsstraße so bald etwas ändert.

Das Problem der Gutsstraße ist möglicherweise ein grundsätzliches. Die Ortsdurchfahrt besteht aus Pflastersteinen und die lösen sich immer wieder. Ein Großteil der Steine liegt nur noch lose auf dem Sandbett. Aus den Fugen hat sich schon vor Monaten der Sand verabschiedet. Immer wieder fliegen Steine aus dem schwammigen Bett und liegen auf der Fahrbahn. Die Straße ist kreuzgefährlich. „Da bleibt man schnell in den Fugen hängen“, sagt Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde, der dort regelmäßig mit dem Fahrrad entlang fährt. Für ihn ist klar, dass sich schnell etwas tun muss. Doch der Stadt sind die Hände gebunden. Für Gnewikows Ortsdurchfahrt ist der Landkreis zuständig.

Die Kreisverwaltung sieht sich zu einer Reparatur aber nicht in der Lage, bis entschieden wurde, wer für den Zustand des Pflasters die Verantwortung trägt. Inzwischen ist die Gutsstraße sogar ein Fall für die Justiz. „Es soll ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren erfolgen“, so die Kreisverwaltung.

Der Kreis geht davon aus, dass bei Bauarbeiten Ende 2014 „die Drainage und der Regenkanal im Pflasterbereich beschädigt“ wurde. Dass der schlechte Straßenzustand etwas mit Arbeiten an den Erdgasrohren zu tun haben, weisen die Neuruppiner Stadtwerke entschieden zurück. Unter der Fahrbahn seien gar keine Leitungen verlegt worden, versichert der Energieversorger. Der Landkreis hat deshalb inzwischen einen Anwalt eingeschaltet.

Schon früher war das Straßenpflaster demoliert. Erst 2013 hatte der Landkreis es großflächig aufnehmen und neu verlegen lassen. Die Firma musste damals sogar zweimal ran, bis die Fahrbahn abgenommen wurde. 120 000 Euro hatte das gekostet. Viele Gnewikower sind inzwischen überzeugt, dass Reparaturen an dieser Straße sinnlos sind, weil die Planer sich vor Jahren für den falschen Straßenbelag entschieden haben: Die Pflastersteine seien für den kurvigen Bereich und die schweren Fahrzeuge dort völlig ungeeignet. Das könnte sich auch Bürgermeister Golde vorstellen. „Die Schwerkräfte sind einfach zu groß“, vermutet er. Die Pflastersteine werden so immer wieder aus den Fugen gedrückt. Golde plädiert dafür, das Pflaster durch Asphalt zu ersetzen. Auch der Landkreis hält das inzwischen für denkbar.

Offenbar geht die Kreisverwaltung aber davon aus, dass es bis dahin noch dauern. Bis vor kurzem standen in Gnewikow provisorische Schilder am Straßenrand, die vor der gefährliche Fahrbahn gewarnt haben. Sie wurden inzwischen durch neue Tempo-10-Schilder ersetzt. Die sind fest installiert und so stabil, dass sie für Jahre stehen bleiben können.

Von Reyk Grunow

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