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Ostprignitz-Ruppin Wie ein großes Familienfest
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wie ein großes Familienfest
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00:17 01.09.2016
Geschätzte 500 Besucher ließen sich das 164. Jahresfest nicht entgehen. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Heilbrunn

Ihr werdet mit Freude Wasser schöpfen aus dem Heilsbrunnen.“ Der Leitspruch am Haupthaus der Wohnstätte für geistig behinderte Menschen in Heilbrunn erwies sich beim 164. Jahresfest – wörtlich genommen – als topaktuell. Das Fest begann bei Hitze. Viele von den etwa 500 Besuchern hatten angesichts der über 30 Grad Celsius im Schatten längst „Wasser geschöpft“. Die Frauen an den Ständen mit Erfrischungsgetränken kamen beim Verkauf kaum hinterher. Kleine Wartegemeinschaften trafen sich auch am Eiswagen. Pappteller wurden zu Fächern umfunktioniert. Schweiß floss reichlich, besonders aber bei den Gastgebern, sei es beim Crepes-Backen, beim Buchverkauf, an der Feldküche, im Mitmach-Zirkus, an der Kegelbahn, auf dem Fußballfeld oder am Volleyballnetz.

Die entscheidende Frahe: „Bist du da?“

Und natürlich auf der Bühne. Als die Bläsergruppe um den Kyritzer Kantor Michael Schulze die ersten Lieder gespielt, die Band auf dem Podest das Ihre getan hatte, begann der Gottesdienst. „Bist Du da?“ stand als Motto über dem diesjährigen Heilbrunn-Fest der Stephanus-Stiftung. Mit dieser Frage beschäftigten sich nun Pfarrer Lars Haake aus Sieversdorf und Jürgen Brückner aus Zernitz. Letzterer verglich in seiner Predigt das traditionelle Beisammensein mit einem Familientreffen. Die Beantwortung der Frage „Bist Du da?“ stelle die Verlässlichkeit auf den Prüfstand. Sie stehe im Zusammenhang mit Menschen „die uns auf unserem Lebensweg begleiten“, so Brückner.

Gerade erst hatten sechs Jugendliche aus der Gruppe für intensivbetreutes Wohnen mit ihrer Betreuerin Bianca Neef ein Marionettenspiel mit selbst gebastelten Puppen aufgeführt. Bei „Glück im Unglück“ ging es um einen kleinen Vogel, der aus dem Nest gefallen war, sich hilflos plötzlich einer gefräßigen Katze gegenüber sah, dann aber im letzten Augenblick von zwei Jungen gerettet wurde. Pfarrer Brückner nahm darauf Bezug. Er unterstrich, wie wichtig Helfer in der Not sind und auch, „um mit ihnen das eigene Glück zu teilen“. Am Beispiel Heilbrunn betonte er, dass Liebe, Achtung und gegenseitiger Respekt die beste Antwort auf die wichtige Frage des Tages sei.

Erlös bleibt in Heilbrunn

Gegenseitige Hilfe haben die Heilbrunner auch in diesem Jahr bei ihrem Fest erfahren. Ein Beispiel dafür lieferten Frauen des Pfarrsprengels Segeletz. Ihn bilden die Kirchengemeinden Barsikow, Bückwitz, Läsikow, Nackel und Segeletz. Die Frauen verkauften selbst gebackenen Kuchen. Der Erlös blieb in Heilbrunn. Auch die Anfrage von hier an den Sportverein Stüdenitz, ob denn dessen mobile Kegelbahn den Nachmittag bunter machen könne, bekam einen positiven Bescheid. Die Stüdenitzer schickten ihren Bahn-Fachmann gleich mit. Das Basteln der Marionetten – für die Jugendlichen alles andere als einfach – wurde von den Profis um Hans Serner aus Lindenberg unterstützt. Die Helfer stehen stellvertretend für alle, die den Höhepunkt des Jahres für die 69 Bewohner, ihre Angehörigen und Menschen mit Sinn für das Einfach-da-Sein zu einem schönen Erlebnis werden ließen. Und dieses endete mit einer Sommerparty, angezettelt vom „Duo Herzblatt“ aus der Lausitz. Liane & Benny gastierten nicht zum ersten Mal in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Im Schweiße ihres Angesichts gaben sie alles, bis hin zur Bühnenshow, zusammen mit Bewohnern des Heilbrunner Heimes samt Polonaise.

Von Wolfgang Hörmann

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