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Ostprignitz-Ruppin Wie man auch im Alter dazulernen kann
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wie man auch im Alter dazulernen kann
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17:28 28.09.2017
Gisela Flemming hält sich auch im Ruhestand fit. Die Biologin hält zum Beispiel Bildungsvorträge. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Einen Computer braucht Gisela Flemming nicht, erst recht nicht für ihre Vorträge. „Das wäre auch zu einfach, dort mit wenigen Klicks alles abzurufen“, sagte die pensionierte Biologin. Was sie an Informationen braucht, holt sie sich aus Büchern und Zeitschriften. Denn das Zusammentragen und immer auf dem Laufenden bleiben halte sie im Alter geistig fit.

Dass es auch nach dem Berufsleben möglich ist, sich geistig weiterzuentwickeln, vermittelte sie am Mittwochnachmittag bei einem Vortrag im Quartierstreff der Rote-Mühle-Siedlung. Es war mittlerweile die fünfte Bildungsveranstaltung, die Gisela Flemming seit 2015 für die Bewohner des Viertels gestaltet hat. „Es macht mit Spaß, Ihnen etwas anschaulich vermitteln zu können, ohne, dass es zu langweilig wird“, sagte sie zu ihren Zuhörern. In ihrem Vortrag ging die Biologin, die bis 1996 beim Pflanzenschutz in der Landwirtschaft tätig gewesen ist, zunächst auf das obligatorische und fakultative Lernen bei Menschen und Tieren ein. Ersteres enthalte zum Beispiel die räumliche Orientierung, die Anwendung von Instinktbewegungen oder das Erlernen der Sprache zwecks Kommunikation. Fakultatives, also zusätzliches Lernen erleichtere es Lebewesen zum Beispiel, an Nahrung zu kommen. „Katzen lernen dann zielsicher, Türen zu öffnen, hinter denen sich Futter befindet“, erklärte sie.

In gemütlicher Runde tauschten sich die Zuhörer im Quartierstreff aus. So berichtete Christel Staacks (2. v. l.) über ihre Spaziergänge Quelle: Christian Bark

Danach erklärte sie die Funktionsweisen von Kurz- und Langzeitgedächtnis. Demnach gelange nur etwa ein Zehntel des Wissens vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis, was Gisela Flemming zum Punkt 3 ihres Vortrags, dem Lernen im Alter, führte. Ab einem Alter von 25 Jahren beginne der kontinuierliche Abbau von Gehirnzellen. Ein biologischer Abbau des Gedächtnisses werde aber durch Verknüpfungen der Gehirnzellen verhindert. Die entstandenen Nervenbahnen ersetzten die abgestorbenen Zellen und könnten zu dem immer neu geschaffen werden. „Die gute Nachricht ist, wir können auch im Alter immer etwas dazulernen“, informierte Gisela Flemming. Zwar verlaufe die Übermittlung vom Kurz- zum Langzeitgedächtnis etwas langsamer und die Sinnessorgane würden nachlassen. Wichtig sei es, das Gehirn lebenslang zu fordern und sich auch köroerlich zu betätigen. „Beim Spazierengehen nehmen wir so viele Eindrücke wahr und fordern damit auch unser Gehirn“, empfahl sie.

Lesen hält das Gehirn fit

„Wer rastet, der rostet“, sagte Christel Staacks. Trotz ihres hohen Alters und körperlicher Einschränkungen, versuche sie, so oft wie möglich an die frische Luft zu kommen. Wichtig sei auch, sich nicht immer selbst zu stressen. „Man muss auch mal abschalten können“, betonte sie. Gisela Flemming stimmte zu. Sie empfahl den Zuhörern auch, sich nicht immer nur vom Fernsehen berieseln zu lassen. Beim Buch- oder Zeitunglesen werde das Gehirn viel mehr gefordert.

„Mein Langzeitgedächtnis funktioniert noch ganz gut“, stellte Anne Klann nach dem Vortrag fest. Bei ihr seien viele Erinnerungen, insbesondere an ihre Tiere hochgekommen. So verwies die 83-Jährige auf die Lernfähigkeit ihres damaligen Hundes. „Er stand immer schon pünktlich zum Gassigehen bereit“, blickte sie zurück. Sie lobte den Vortrag als sehr lehrreich und animierte die Zuhörer, beim nächsten Mal noch weitere Leute mitzubringen.

In ihrem nächsten Vortrag will Gisela Flemming über die Informationsübertragung unter Tieren sprechen. Ein Termin wird noch bekanntgegeben.

Von Christian Bark

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