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Ostprignitz-Ruppin Wie weiter mit dem Diesel?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wie weiter mit dem Diesel?
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00:35 05.03.2018
Uwe Gotscha ist Verkaufsleiter im Autohaus Wernicke in Alt Ruppin. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Dienstag entschieden, dass die Kommunen einzelne Straßen oder Gebiete für Fahrzeuge mit Dieselmotoren sperren dürfen, wenn dies der einzige Weg zum schnellen Einhalten des Grenzwertes von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid in einem Kubikmeter Atemluft ist. Einen Tag später sagte Regierungssprecher Steffen Seibert, dass das Thema von der neuen Regierung alsbald aufgegriffen werde. Ziel der Regierung bliebe, mögliche Fahrbeschränkungen möglichst zu vermeiden. Welche Erfahrungen haben Kunden und Autohändler in unserer Region gemacht? Wie viel Unsicherheit gibt es? Wir haben nachgefragt.

Leute auf dem Land interessieren die Fahrverbote wenig

„Den Leuten auf dem Land sind mögliche Fahrverbote von Dieselautos in großen Städten ziemlich egal, die schwören auf ihren Diesel“, sagt Uwe Gotscha, Verkaufsleiter im Autohaus Wernicke in Alt Ruppin. Einen Einbruch in den Verkaufszahlen hat er noch nicht beobachtet. „Erst gestern habe ich wieder einen Diesel verkauft“, berichtet Gotscha. Auch bei den Gebrauchtwagen müssten die Kunden bislang nur geringfügige Preisabschläge hinnehmen. Eine gewisse Verunsicherung bei den Kunden gäbe es schon. Viele hätten Fragen, ohne klare gesetzliche Regelungen gibt es aber kaum Antworten. Besonders Berufspendler überlegten, ob das nächste Auto nicht besser einen Benzinmotor haben sollte.

Auch der Kraftstoffverbrauch spielt eine Rolle

Andererseits sind Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxidausstoß von Dieselmotoren geringer. Einige Fahrer überlegen darum, ob sie nicht gesperrte Straßen in Großstädten einfach umfahren könnten oder etwa am Stadtrand halt machen und von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter fahren sollten. „Die Elektromobilität ist ja noch nicht da, wo sie sein sollte“, so Uwe Gotscha.

Einen Rückgang der Verkaufszahlen seit etwa einem Jahr beobachtet Andreas Kelch, Verkaufsleiter in gleichnamigen Autohaus in Neuruppin. „Es gibt einfach zu viele Unsicherheiten.Wichtig für unsere Kunden wären klare Entscheidungen der Regierung.“ Alte Dieselfahrzeuge würde das Autohaus natürlich auch noch ankaufen. In der ländlichen Region ließen die sich nach wie vor auch absetzen.

Ist der Diesel nichts mehr wert?

Ein gewisser Wertverlust gegenüber früher sei allerdings da. Für Kelch gibt es allerdings keinen Grund, sich kein neues Auto mit Dieselmotor zu kaufen. Der Hersteller der Automarken, die er verkauft, habe schon seit vielen Jahren auf modernste Technik ohne Schummelei bei seinen Modellen gesetzt. „Ein moderner Diesel ist umweltfreundlich, weil er sparsam im Verbrauch und auch im Vergleich mit Benzinern sauber ist“, ist Andreas Kelch sicher.

Von Peter Geisler

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