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Ostprignitz-Ruppin Wieder Ärger um Straßennamen in Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wieder Ärger um Straßennamen in Rheinsberg
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02:16 15.01.2016
Bewohner des älteren Teils der Straße Am Wald protestieren.  Quelle: Aniol
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Rheinsberg

 Dass ausgerechnet der älteste Teil der Straße Am Wald nun seinen Namen verlieren soll, während der neuere ihn behalten darf? Das will den Anliegern des knapp 50 Jahre alten Bereichs der Straße in Rheinsberg, der künftig Wachholderweg heißen soll, einfach nicht in den Kopf. Deswegen haben sich nun etwa 30 Haushalte an den Ortsbeirat mit der Bitte gewandt, das zu ändern.

 An sich kein großes Problem, der Ortsbeirat hat viele Änderungswünsche berücksichtigt – zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das für die Verwaltung allerdings eine mittelgroße Katastrophe. Denn die sogenannte Allgemeinverfügung über die Umbenennung der Straßen in der Kernstadt ist längst durch und das Rathaus mitten dabei, Tatsachen zu schaffen. Denn schon am 1. März werden insgesamt 95 Straßen und Wege in Rheinsberg neu oder umbenannt, viele Hausnummern neu vergeben. Die restlichen 33 folgen etwas später. Schon jetzt kleben an vielen Straßenschildern rote Streifen, die markieren, dass der Name bald ungültig sein wird. Auch die 27 unterschiedlichen Institutionen wie Rettungsdienst oder Abfallwirtschaft wurden von der Stadt über die Änderungen benachrichtigt. Auch deshalb hat der Ortsbeirat jetzt heftig diskutiert, ob die Am Wald-Angelegenheit noch berücksichtigt werden soll, und sich am Ende knapp dafür entschieden – auch wenn die Einwohner eigentlich zu spät reagiert haben und die Widerspruchsfrist längst vorbei ist. „Es ist besser, bürgernah zu entscheiden – und es stehen ja noch keine neuen Straßenschilder“, sagte Ortsbeirat Uwe Witt (Die Linke). Nun sollen die Stadtverordneten entscheiden, ob der Änderungswunsch noch berücksichtigt werden kann.

Auch die Einwohner der Lindenallee haben massenweise protestiert – und dabei eine kuriose Situation erzeugt. Denn sie unterschrieben alle die Liste eines Einwohners, in der es lediglich um die Zuteilung seiner eigenen Hausnummer ging. Nach Beratungen entschied das Rheinsberger Rathaus unbürokratisch und bürgernah zu reagieren: Es nahm an, dass alle eigentlich gegen ihre eigene Nummer vorgehen wollten. Nur diejenigen, die tatsächlich gegen die Hausnummer des Unterschriftensammlers vorgehen wollen, müssen sich bei der Verwaltung melden und nicht umgekehrt. Wie die Stadt mit den Widersprüchen umgeht, ist noch offen.

Von Celina Aniol

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