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Ostprignitz-Ruppin Wieder Leben im Breddiner Gasthaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wieder Leben im Breddiner Gasthaus
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00:18 09.03.2016
Die fast 40 Kartenspieler kamen am Sonntag aus allen Ecken des Kyritzer Altkreises nach Breddin in die Havelberger Straße 91. Quelle: Matthias Anke
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Breddin

Die Kötzliner Gaststätte ist seit Jahresbeginn ohne Betreiber. Offenbar hatte es sich am Ende nicht mehr rentiert, mutmaßt Isolde Westphal vom Kötzliner Bürgerverein. Die der Stadt Kyritz gehörende Immobilie wird derzeit innen renoviert und soll wohl neu ausgeschrieben werden. Doch mit dem derzeit geschlossenen Haus ist kein Platz mehr im Ort für ein großes Rommé- und Skatturnier. Deshalb wich der Bürgerverein am Sonntag ins Nachbardorf Breddin aus. Alle zwei Wochen soll dort ab 10 . April sonntags ab 10.30 Uhr in der Havelberger Straße 91 gespielt werden, in den Monaten Mai bis September jedoch jeweils nur einmal und ab Oktober dann wieder 14-tägig. So könnte es eine neue Tradition werden für den Bürgerverein als Organisator, der jetzt seit 20 Jahren besteht.

Teilnehmer kommen aus der gesamten Region

Auftakt war bereits am Sonntag. Fast 40 Teilnehmer aus dem Altkreis Kyritz kamen. Segeletzer waren dabei, Dreetzer, Kyritzer natürlich, Neustädter, aber auch Granzower und Barenthiner beispielsweise. Die Idee des Kötzliner Bürgervereins hatte sich offensichtlich herumgesprochen. Als Ort bot sich in Breddin die Havelberger 91 wegen ihres geräumigen Saales an, und weil auch dort erst vor noch nicht allzu langer Zeit ein Neustart gewagt wurde. „Die Jungs verdienen Unterstützung“, sagt die 75-jährige Isolde Westphal mit Blick auf Koch Francesco Stasi und seinen Partner.

Die beiden Berliner – Stasi lebte zu Schulzeiten in Breddin – eröffneten ihr Gasthaus samt Pension Ende August 2014. Das erklärt die Bezeichnung „Ende 08/14“ für diesen geschichtsträchtigen Klinkerbau. Darin befand sich einst das Gasthaus Blumenthal und später dann die Gaststätte und Pension „Zum roten Adler“. Weil dort nun auch wieder die Küche angeheizt ist, gibt es zünftiges Mittag. Sonntags mal nicht selber Kochen, sondern in der Kartenspielpause was Essen, auch das dürfte weitere Teilnehmer locken.

Auch ein neues Treffen ehemaliger Kötzliner wäre denkbar

Für den Kötzliner Bürgerverein ist wintertags schon seit eh und je Kartenspielen angesagt. „Im Sommer machen wir Radtouren, anschließend gibt es Pellkartoffeln mit Quark“, erzählt Isolde Westphal. Drachenfeste, Kindertagsfeiern oder die Beteiligung am Dorffest stehen auch auf dem Programm des Vereins, den seit gut zwei Jahren Maike Schuchardt leitet. 1996, im Jahr der Gründung, gab es auch erste große Treffen ehemaliger Kötzliner. Zehn Jahre später wurde es wiederholt. Und auch jetzt werde immer mal wieder nachgefragt, ob sich das nicht noch einmal organisieren ließe. Im Verein habe man es jedenfalls schon auf dem Zettel.

Die nächste größere Zusammenkunft in Kötzlin ist nun für Sonnabend, 23. April, geplant. Dann soll bei einem Kegelabend 20. Vereinsgeburtstag gefeiert werden.

20 Jahre Bürgerverein in Kötzlin

Im Jahr 1996 wurde der Bürgerverein in Kötzlin gegründet. Initiatorin war Isolde Westphal. Erster Vorsitzender wurde Torsten Spann. Nach zwei Jahren übernahm Horst Markert, Isolde Westphals Lebenspartner. Heute ist Maike Schuchardt die Vorsitzende des Vereins, der etwa 20 Mitglieder zählt.

Drachenfeste und Radtouren, Rommé-Abende und gemeinsames Schmalzstullenessen oder Pellkartoffel-Partys stehen oft auf dem Programm. Vor zehn Jahren brachten sich die Mitglieder beim Spielplatzbau ein.

So lange gibt es im Dorf auch schon eine Kegelbahn, gebaut mit Geldern, die mit den auf Kötzliner Gebiet errichteten Windkraftanlagen in die Gemeindekasse flossen. Gemeinsam mit der Stadt Kyritz ist für den Betrieb und die Nutzung der Anlage jedoch ein anderer, wenngleich etwas ähnlich lautender und im Jahr 2002 gegründeter Verein verantwortlich: der Verein zur ­Förderung der dörflichen Gemeinschaft Kötzlin.

Von Matthias Anke

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