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Wieder mal unterm Hammer

Das ehemalige Mutter-Kind-Kurheim soll versteigert werden Wieder mal unterm Hammer

Im Amtsgericht Neuruppin gibt es am 29. Oktober einen neuen Versuch, das ehemalige Mutter-Kind-Kurheim in Wusterhausen zu versteigern. Bürgermeister Roman Blank hat im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss darauf hingewiesen. Auf MAZ-Nachfrage erklärte er, dass es bei der Versteigerung um das Gebäude gehe, nicht aber um das Grundstück.

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Fürs einstige Wusterhausener Mutter-Kind-Kurheim wird ein neuer Eigentümer gesucht.

Quelle: Andrè Reichel

Wusterhausen. Zwangsversteigert werde das Erbbaurecht für das Haus, also das Nutzungsrecht. Das Grundstück habe einen Verkehrswert von 300.000 Euro und sei etwa drei Hektar groß. Wer das Erbbaurecht bekommt, muss mit dem Land Brandenburg über den Kauf des Grundstücks verhandeln, wenn er daran interessiert ist.

Die Gemeinde Wusterhausen wird bei der Versteigerung zwar dabei sein, aber nicht mitbieten. Bürgermeister Blank besucht den Termin im Amtsgericht Neuruppin. "Wir hoffen, dass sich diesmal jemand findet, der aus dem Komplex etwas machen möchte", sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde könne das schon allein wegen ihrer angespannten Haushaltssituation nicht sein. Blank hätte sich eine Jugendherberge gut vorstellen können. "Das ist für uns aber nicht leistbar", sagt er. Die Gemeindevertreter hätten schon bei den früheren Terminen keine Notwendigkeit gesehen, mitzusteigern.

Es ist nicht der erste Versuch, den Gebäudekomplex an den Mann zu bringen. Das frühere Mutter-und-Kind-Kurheim des Pleite gegangenen DRK-Verbandes Ostprignitz in der Seestraße gehörte zur Insolvenzmasse. Im Paket zu haben sind am 29. Oktober um 10.30 Uhr im Amtsgericht Neuruppin Alt-, Neu- und Zwischenbau, Kinderhaus und weitere Nebengebäude. Der Verkehrswert beträgt 170.000 Euro plus 25.000 Euro für Zubehör. So steht es zumindest in der Anzeige.

Gibt es diesmal einen Interessenten und bekommt er den Zuschlag, ersteigert er ein grundbuchgesichertes Erbbaurecht, das am 31.Dezember 2032 endet. Ergebnislos geblieben waren bisher Versteigerungstermine im September 2010, am 9. Juni 2011 und im Mai 2012.

Träger des Mutter-und-Kind-Kurheims war bis zur Anmeldung der Insolvenz Mitte 2006 der Kreisverband Ostprignitz des Deutschen Roten Kreuzes. Er betrieb das "Haus Prignitz", das mit reichlich Fördergeld und einer großzügigen Spende des Müttergenesungswerks bedacht worden war, was einen späteren Verkauf an privat quasi unmöglich macht, weil dieses Geld dann zurückgezahlt werden müsste. Bürgermeister Roman Blank ist sich sicher, dass es nicht einfach sein wird, für den Gebäudekomplex einen Interessenten zu finden. Schließlich gebe es einen Investitionsbedarf im Haus, den das Gemeindeoberhaupt jedoch nicht genau beziffern kann. Blank weiß nur, dass das Anfangsgebot der Versteigerung am kommenden Dienstag bei 195.000 Euro liegt.

Einen Interessenten kennt Blank nicht, sagt aber: "Die Versteigerung ist öffentlich, es kann also jeder auch noch kurz vorher dazu kommen."

Von Sandra Bels

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