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Wieder weniger Arbeitslose im März

Arbeitslose in der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin Wieder weniger Arbeitslose im März

Saisonbedingt ist die Zahl der Arbeitslosen im März in der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin weiter gesunken. Seit der Wende ist das die geringste Arbeitslosenzahl in einem März, sagte Stefan Dirkes, operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur in Neuruppin am Donnerstag. Damit setzt sich der positive Trend auf dem regionalen Arbeitsmarkt weiter fort.

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Die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt ist weiter entspannt.

Quelle: dpa

Neuruppin. Der positive Trend setzt sich fort. Auch im März zeigt sich die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt entspannt. Die Zahl der Arbeitslosen ist im gesamten Agenturbezirk und auch in den beiden Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz gesunken. Das berichtete Stefan Dirkes, operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur Neuruppin, am Donnerstag.

Im gesamten Agenturbezirk, der die Landkreise Oberhavel, Havelland, Prignitz und Ostprignitz-Ruppin einschließt, gab es im vergangenen Monat 24 843 Arbeitslose. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 2111 weniger. Die Quote ist damit auf 8,6 Prozent gefallen. „Das ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem März seit der Wende“, sagte Dirkes. Vor fünf Jahren zählte der Bezirk noch 33 962 arbeitslose Männer und Frauen, vor zehn Jahren waren es sogar noch 57 290. „Damit liegen wir aktuell bei deutlich weniger als der Hälfte“, so Dirkes weiter.

Kyritz ist trauriger Spitzenreiter

Die Geschäftsstelle in Nauen verzeichnet, wie auch in den Vormonaten, mit 6,4 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Trauriger Spitzenreiter ist Kyritz mit 12,5 Prozent. Diese Geschäftsstelle ist auch die einzige im gesamten Bezirk, die im März mehr Arbeitslose als im Februar verzeichnete. Gransee hat den deutlichsten Sprung nach vorne gemacht und liegt jetzt bei 11,6 Prozent (Februar: 13,2).

Was die Arbeitslosigkeit von Asylbewerbern angeht, tappt die Agentur immer noch etwas im Dunkeln, sagte Dirkes. Grund dafür ist, dass es keine Zahlen gibt, die Ausländer von Asylbewerbern unterscheiden. 5,4 Prozent der Arbeitslosen im Bezirk sind Ausländer. Das sind 180 Menschen mehr als noch im Februar und 533 mehr als noch im März 2015. Von den 1337 Ausländern stammen 760 aus sogenannten Asylzugangsländern, 51 davon aus Balkanländern und knapp 600 aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien und dem Irak. Hauptsächlich handele es sich um Syrer, so der Geschäftsführer der Agentur.

Quote ist in Ostprignitz-Ruppin unter 10 Prozent gesunken

Vor allem im Baugewerbe, Handel und auch im Gesundheits- und Sozialwesen wurden wieder mehr Menschen eingestellt. Parallel haben die Agenturen die arbeitsfördernden Maßnahmen zurückgefahren und weniger Männer und Frauen sind in Ein-Euro-Jobs tätig (1600 im gesamten Bezirk).

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist die Arbeitslosenquote auf 9,9 Prozent gesunken. Nur die Zahl derer, die auf Hartz IV angewiesen sind, stieg um 30 Menschen an. Grund dafür sind laut Dirkes die zurückgegangenen Maßnahmen und der leichte Anstieg der arbeitslosen Ausländer. Alle anderen Zahlen haben sich positiv entwickelt. „Positiv ist auch, dass ein Asylbewerber dank Integration erfolgreich an einen Bildungsträger vermittelt werden konnte“, berichtete Stefan Dirkes.

Wittstocker Bezirk entwickelt sich am positivsten

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin waren im März 5129 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 282 weniger als im Vorjahr und 163 weniger als im Februar.

Damit ist die Arbeitslosenquote auf 9,9 Prozent gesunken. Auch die Quote der Unterbeschäftigten fiel auf 13,9 Prozent. Dazu zählen Arbeitslose, die zum Beispiel Maßnahmen absolvieren oder im Vorruhestand sind.

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Männer und Frauen waren im Altkreis Neuruppin im März ohne Arbeit. Im Februar waren es noch 32 mehr.

Der Altkreis Wittstock zählte 102 Arbeitslose weniger als noch im Vormonat. 970 Menschen sind dort ohne Job. Im Altkreis Kyritz liegt die Arbeitslosenquote am höchsten (12,5 Prozent). Dort waren 1412 Menschen ohne Arbeit, 29 weniger als im Februar.

Ein ähnliches Beispiel gibt es auch in der Prignitz. Dort wurden acht unbegleitete minderjährige Flüchtlinge über einen Bildungsgutschein an das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Wittenberge vermittelt. Dort werden gezielt Bewerbungstrainings und Sprachkurse durchgeführt. Ziel soll es sein, die Jugendlichen am Ende in ein Betriebspraktikum zu bringen. „Jetzt kommt es darauf an zu sehen, ob sie auch regelmäßig zu den Seminaren erscheinen“, so Dirkes.

Der Ausbildungsmarkt bietet aktuell 1612 unbesetzte Stellen – 58 mehr als im Vorjahr. Hinsichtlich Angebot und Nachfrage müsste die Rechnung aufgehen, sagte Dirkes. Die Berufswünsche der Bewerber stehen dem allerdings im Weg und schaffen ein Ungleichgewicht.

Durchgehend positiv in der Prignitz

In der Prignitz waren im März 4666 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 402 weniger als vor einem Jahr und 197 weniger als im Februar.

Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 11,5 Prozent. Im Februar lag sie noch 0,4 Prozentpunkte höher. Die Quote der Unterbeschäftigten fiel im März auf 14,2 Prozent. Dazu zählen Arbeitslose, die beispielsweise Maßnahmen absolvieren oder im Vorruhestand sind.

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Menschen waren im vergangenen Monat im Altkreis Perleberg erwerbslos. Das sind 140 weniger als noch im Februar. Die Quote liegt bei 11,7 Prozent.

Im Altkreis Pritzwalk waren 1394 Menschen arbeitslos und damit 57 weniger als im Vormonat.

 

Von Luise Fröhlich

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