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Ostprignitz-Ruppin Wiese soll zum Bauland werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wiese soll zum Bauland werden
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17:37 10.04.2018
Neue Eigenheime könnten westlich der Straße „Platz der Einheit“ entstehen. Quelle: dpa

Die Stadt Lindow steht der Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes zur Errichtung von Einfamilienhäusern grundsätzlich positiv gegenüber. Der Bau- und Wirtschaftsausschuss wurde am Donnerstag auf seiner dritten Sitzung in diesem Jahr über die Vorbereitung der so genannten Planungsanzeige für den Bebauungsplan Nr. 9 informiert. Alle Ausschussmitglieder signalisierten Zustimmung zum jetzigen Stand des Projektes. Das letzte Wort hat allerdings die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg.

Die Fläche befindet sich westlich der Straße „Platz der Einheit“

Erschlossen werden soll die Fläche westlich der Straße „Platz der Einheit“, die bis an die Bahnschienen grenzt. Noch lautet der Arbeitstitel des Areals „Klostergärten“, doch Horst Borgmann, Vorsitzender des Stiftskapitels, hat gegenüber Amtsdirektor Danilo Lieske (SPD) bereits erklärt, der Bezug zum Kloster sei ein bisschen weit hergeholt. „Da muss uns noch ein neuer Name einfallen“, so Lieske.

Doch das ist auf dem Weg zur Realisierung das geringste Problem. Bislang ist die Fläche eine einzige große Wiese, die auch „für Insekten interessant ist“, erklärte Lieske. Man müsse sich daher im Interesse des Naturschutzes mit der Situation besonders befassen. Zudem handelt es sich laut Planungsrecht um einen „Außenbereich im Innenbereich“, klärte der Amtsdirektor auf: Auch dieser Status sei mit besonderen Anforderungen verbunden. „Da müssen wir sensibel vorgehen, für Bauherren könnte es Sonderauflagen geben.“

Vorschlag: Wohngebiet und ein Ferienhausgebiet

Auch die Planer wollen möglichst viel Grün erhalten und schlagen vor, die Fläche zu teilen und neben einem Wohngebiet auch ein Ferienhausgebiet auszuweisen. Es sei allerdings auch denkbar, wenn die Nachfrage nach Baugrundstücken hoch genug sei, ein reines Wohngebiet anzubieten, so Lieske. Ausschussvorsitzender Walter Matthesius (CDU) kann sich damit gut anfreunden: „Wir müssen vor allem jungen Leuten die Möglichkeit geben, sich hier anzusiedeln.“

Ob es jedoch zur Ausweisung eines neuen Baugebietes in der Drei-Seen-Stadt kommt, wird an anderer Stelle entschieden. Planer, Investor und die Verwaltung wissen, dass zuvor eine Frage positiv beantwortet werden muss: Stimmt die Ausweisung eines neuen Wohngebietes mit den Zielen der Landesplanung Berlin-Brandenburg überein?

Lindow muss Bedarf an neuem Wohnraum nachweisen

Derzeit liegt der zweite Entwurf des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion öffentlich aus. 2019 soll er in Kraft treten und den bisherigen Plan ablösen. Darin wird festgelegt, wie sich die Regionen entwickeln sollen, welche Gemeinden Wohn- oder Gewerbegebiete ausweisen dürfen.

Die Stadt Lindow muss den Bedarf an neuem Wohnraum nachweisen. Ansonsten bleibt es bei der grünen Wiese. Alternativ: Im Internet werden vom Investor im Wohngebiet Pappelweg/Eichenweg noch sieben Grundstücke angeboten.

Von Stephanie Fedders

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