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Ostprignitz-Ruppin Pfannkuchen für Entenküken in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Pfannkuchen für Entenküken in Wittstock
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17:34 24.06.2015
Auf Garten-Patrouille. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Unverbaubarer Seeblick, vom Schlafgemach direkt ins Wasser, und immer ein reichlich gedeckter Tisch – wer wollte sich da nicht wie im Urlaubsparadies fühlen? Das muss sich wohl auch ein Enten-Paar gedacht haben, als es den Garten der Familie Siecke in Wittstock für sich entdeckte. Die wilden Vögel fühlen sich dort pudelwohl, so sehr, dass sie sogar ihren Nachwuchs direkt am Teich aufziehen. auch wenn sich der tierische Familienvater nur selten blicken lässt.

„Die Enten sind jetzt schon das zweite Jahr in unserem Garten, aber in diesem Jahr brüten sie auch erstmals hier“, sagt Annette Siecke. Am Montag sind acht Küken geschlüpft, die seitdem munter über den Teich paddeln, mit Mama den Garten nach allerlei Kleingetier absuchen und es nach so vielen Entdeckungen genießen, sich unter ihre Federn zu kuscheln. „Das ist so niedlich. Aber die Alte kann auch laut werden, wenn die Kinder nicht hören wollen. Man lernt viel über das Verhalten der Enten, wenn man sie einfach nur beobachtet“, erzählt Annette Siecke. Die Vogelfamilie ist recht zutraulich, auch wenn Mama Ente mit Argusaugen über ihren Nachwuchs wacht. Brotkrumen? Erst mal lieber noch nicht. So leicht will sie sich nicht locken lassen. Nach rund 20 Minuten aber sagt ihre Körperhaltung: Entwarnung. Mama Ente putzt sich entspannt. Sie ist sich sicher. Auch der fremde Gast mit dem Fotoapparat kann so böse nicht sein. Annette Siecke beobachtet das Ganze mit einem Schmunzeln von der Gartenbank aus. Für die kleinen Enten-Racker gebe es öfter Brot, nur dunkles, schnabelgerecht aufbereitet mit einer groben Reibe, erzählt sie. Einmal konnten sich die Vögelchen sogar schon über zerkleinerte Pfannkuchen freuen. Als Dankeschön gibt’s Schnecken- und Käfervertilgung gartenweit gratis.

Immer schön im Schutz der Entenmutter bleiben. Quelle: Björn Wagener

Die Idylle erscheint perfekt. Aber der Anfang war nicht ganz leicht. Nachdem sich das Entenpaar immer wieder im Garten der Sieckes niedergelassen hatte, fand es offenbar keinen rechten Ort zum Brüten. Also legte die Ente ihre Eier einfach ins Wasser. Glücklicherweise wurde das von den Sieckes schnell bemerkt. Ihnen war sofort klar: Hier muss geholfen werden. Also wurde kurzerhand ein Vogelhäuschen zu einem Entenzuhause umgebaut, am Teich befestigt, mit Stroh ausgekleidet und an den Seiten mit Steinen versehen, beschreibt die Wittstockerin den Eigenbau ihres Mannes. „Die Kleinen sollen es ja auch schön warm haben.“ Die Ente habe dieses Angebot sofort angenommen.

Gartenidylle in Wittstock. Quelle: Björn Wagener

Das Gelege war gerettet. Mutter Ente konnte in Ruhe brüten, bis sich der Nachwuchs nun kürzlich aus der Schale pickte und „sofort“ ins Wasser entglitt. Inzwischen gibt es sogar eine zweite, etwas größere Kiste, die jederzeit bezogen werden kann. Die Vogelfamilie muss es nur wollen. Trotz aller Unterstützung ist es den Sieckes aber wichtig, dass die Enten nicht zu zahm werden. Ihnen Namen geben?. Niemals.

Der Garten ist ein wahres Tierparadies. „Wir haben hier zurzeit auch Igel, die in einer Kiste ihre Jungen aufziehen, außerdem viele „grüne und braune Eidechsen“, die sich gern auf warmen Steinen sonnen. All die Tiere zu beobachten, „ist ein wunderbarer Ausgleich. Wir brauchen gar nicht in den Urlaub zu fahren“, sagt Annette Siecke und schaut wieder amüsiert hinüber zu den herumwuselnden kleinen Enten.

Von Björn Wagener

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