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Willkommen daheim, Adler!

Kriegerdenkmal in Papenbruch ist wieder komplett Willkommen daheim, Adler!

Seit Montag ziert wieder eine Adlerfigur das Kriegerdenkmal in Papenbruch. Fachmann Marko Galler aus Schönebeck bei Pritzwalk montierte sie am Nachmittag. Der Adler wiegt 38 Kilogramm und besteht aus weißem Beton, der aber imprägniert, patiniert und bronziert wurde und dadurch den Anschein erweckt, als sei er aus diesem Metall.

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Marko Galler brachte am Montag den neuen Adler auf dem Kriegerdenkmal in Papenbruch an.

Quelle: Björn Wagener

Papenbruch. Mit der gestrigen Rückkehr des Adlers fand eine mehr als anderthalb Jahre währende Odyssee doch noch ein glückliches Ende. Genau genommen war es gar keine Rückkehr, denn es handelt sich um einen völlig neuen Adler. Das beschädigte alte Exemplar, das Marko Galler zunächst nur wieder in Schuss bringen sollte, sei nicht mehr zu reparieren gewesen. Das habe vor allem am Material gelegen. "Er bestand aus Stuck. Das würde ich für diesen Zweck nie wieder benutzen", sagte Galler gestern. Der ursprüngliche Adler war nach nur etwa einem Jahr auf seinem Platz sehr brüchig geworden. Einige Teile der Figur hatten sich bereits ganz verabschiedet.

Deshalb war schnell klar: Hier geht es nicht mehr nur um Reparatur, sondern um Erneuerung. "Außerdem war der erste Adler auch etwas zu groß für das Denkmal", resümiert Galler. Er besorgte sich also eine entsprechende Vorlage und stellte einen völlig neuen Adler her -  kostenneutral für die Gemeinde als Auftraggeberin. "Der Produktionsprozess ging dann eigentlich recht schnell", erzählt der Handwerker.

Dennoch musste die Gemeinde letztlich mehr als anderthalb Jahre auf die Fertigstellung warten. Zwischenzeitlich hatte es im Ortsbeirat und auf Gemeindevertretersitzungen immer wieder Nachfragen gegeben, wo denn der Adler bleibe und wann er wieder aufgestellt werden kann. Doch diese Fragen konnte niemand beantworten. Galler war für die Gemeinde nicht einmal zu erreichen. Letztlich wusste man sich im Bauamt keinen Rat mehr und drohte gar mit einer Diebstahlsanzeige, die aber nie erstattet wurde (die MAZ berichtete).

"Für die Unannehmlichkeiten möchte ich mich in aller Form bei der Gemeinde, aber auch bei den Papenbruchern entschuldigen", betonte Marko Galler gestern. Und: "Ich hatte mich einfach persönlich übernommen. Wenn man auf vielen Hochzeiten tanzt, bleibt eben auch etwas auf der Strecke", nannte er als Begründung für die Probleme. Dass er nicht erreichbar war, habe daran gelegen, dass er auch viel unterwegs sei.

Arno Beck vom Bauamt der Gemeinde Heiligengrabe schaute sich Gallers Werk gestern nach der Installation vor Ort persönlich an -  und war zufrieden. Das leidige Thema Adlerfigur in Papenbruch kann daher nun endlich als erledigt betrachtet werden.

Von Björn Wagener

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