Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Winter in Ostprignitz-Ruppin war zu warm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Winter in Ostprignitz-Ruppin war zu warm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:29 09.03.2016
Ein paar der knappen Flocken lagen auf einer Weide bei Lentzke. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Schneemänner zu bauen, war in diesem Winter etwas für Geschwinde. Wer es geschafft hatte, konnte seine Kunst in der warmen Witterung nur kurz bewundern. Berufspendler hingegen fanden diesen Winter toll, denn an gerade 16 Tagen bedeckte eine mehr oder weniger starke Schneedecke die Region. Am höchsten lag der Schnee im Dreieck von Neuruppin über Kyritz bis Wittstock am 8. Januar mit bis zu 7 Zentimetern. Alles kein Vergleich zum Winter 1979 als der Schnee in der Region bis zu einem halben Meter maß, und Schneeverwehungen sogar noch viel höher waren. Meteorologisch ging der Winter am 1. März zu Ende, doch auch kalendarisch gesehen, ist vom Winter nicht mehr viel zu erwarten.

Der vergangen Winter fiel viel zu warm aus. Eine Wetterlage, in der sich ein russisches Kältehoch stabil ausbilden konnte, kam nicht zu Stande. Daher sank an lediglich vier Tagen der Monate Dezember, Januar und Februar die Temperatur in und um Neuruppin auf unter minus 10 Grad. Auf über 10 Grad plus stieg sie dagegen an 22 Tagen. Ähnlich wie bei Schnee und Eis war bei den Temperaturen nichts normal. Die Meteorologen errechneten für den Dezember ein Plus von 5,7 Grad über Normal. Mit durchschnittlich 6,6 Grad war er so warm wie nie. Im Januar dämpften zwei kleinere Kälteeinbrüche die Mitteltemperatur auf minus 0,5 Grad, so dass am Ende nur ein Plus von 0,3 Grad stand. Im Februar war alles beim Alten: Mit 3,4 Grad war er um genau diese 3,4 Grad zu warm. Alles summierte sich letztendlich zu einer Winterdurchschnittstemperatur von rund plus 3,2 Grad Celsius. Der Unterschied zum Referenzwert der langjährigen Klimareihe, der liegt bei genau 0 Grad, war klimatologisch gesehen erheblich. Die Temperaturspanne des Winters war in der Fontanestadt ungewöhnlich klein. Der wärmste Tag des Winters war der zweite Weihnachtsfeiertag mit plus 14,3 Grad. Bis auf minus 11 Grad sank die Temperatur in Neuruppin am Morgen des 4. Januar. Kältepol der Region war dieses Mal Kyritz mit minus 13,6 Grad gefolgt von Wittstock Rote Mühle mit minus 13,1 Grad. Zur Erinnerung: Die Winterrekorde für Neuruppin liegen bei frühlingshaften plus 17,7 Grad gemessen am 21. Februar 1990 und sibirischen minus 23,8 Grad am 27.Februar 1986.

Der Winter war zu warm und zu nass – und es gab viel zu wenig Schnee

Der vergangene Winter war wegen des niederschlagsreichen Februars etwas zu nass. Im Dezember fielen 37 Liter Niederschlag, das entsprach nur etwa 80 Prozent des Normalwertes. Der Januar war mit 39,7 Liter Regen und Schnee etwa niederschlagsnormal. Im üblicherweise trockensten Monat des Jahres, dem Februar, gab es dagegen rund 45 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter, nur knapp 28 Liter wären normal gewesen. Im Ganzen gesehen brachte der Winter den Fontanestädtern 109 Prozent der zu erwartenden Niederschlagsmenge.

Die Wintersonne meinte es gut. In allen drei Wintermonaten registrierten die Meteorologen ein mehr oder weniger deutliches Plus an Sonne. Insgesamt kamen rund 178 Wintersonnenstunden zusammen. Normal wären 131 Stunden gewesen.

Was bringt das Frühjahr? Ein Rückblick zeigt, was möglich ist. Die Frühlingsmonate März, April und Mai strotzen in den letzten mehr als fünf Jahrzehnten vor Kapriolen. Minus 20 Grad im März, wie beispielsweise 1965, sind genauso drin wie plus 30 Grad im April, geschehen 1968. Bis zu 28 Zentimeter Schnee lagen im März 1979. Frostige Nächte können sich noch bis in den Mai ziehen.

Von Thomas Hinz

Ein 46-jähriger schwer verletzter Autofahrer musste Dienstagabend mit dem Rettungshubschrauber von Wittstock nach Neuruppin in die Klinik geflogen werden. Er war auf der Landesstraße 14 kurz vorm Ortsausgang Wittstock in Fahrtrichtung Kyritz mit seinem Renault Clio rechts gegen einen Straßenbaum geprallt.

09.03.2016

Wie begeistert man heutzutage Jugendliche für Theodor Fontane? Der Künstler Tobias Krejtschi hat es vorgemacht. Zwei Tage lang arbeitete er mit Schülern am Schinkelgymnasium in Neuruppin an Werbebannern mit Fontane-Motiven. Die Banner sollen künftig im Großformat an Gebäuden in der Stadt hängen.

08.03.2016
Bauen & Wohnen Poller an der Pfarrkirche - Neuruppin setzt Parkverbot durch

Mit neuen, stabilen Pollern will die Stadtverwaltung von Neuruppin das Parkverbot rund um die Neuruppiner Pfarrkirche durchsetzen. Eigentlich sind die Stellplätze dort schon seit Jahren nur den Gästen der Veranstaltungen vorbehalten. An die Regel hält sich aber kaum ein Autofahrer.

08.03.2016
Anzeige