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Ostprignitz-Ruppin Winterdienst wird so teuer wie nie zuvor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Winterdienst wird so teuer wie nie zuvor
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00:18 27.11.2016
Die Gemeinde Wusterhausen hat ihren Winterdienst an eine Fremdfirma vergeben. Quelle: Peter Geisler
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Wusterhausen

Fremdfirma oder Eigenleistung? Vor dieser Frage stehen die Wusterhausener Gemeindevertreter immer, wenn es darum geht, die Leistungen für den Winterdienst auf Gemeindestraßen zu vergeben. Aus dem Rathaus kommen dafür die Vorschläge. Dabei dreht sich immer alles um das liebe Geld.

Und Glück oder Pech sind auch noch im Spiel, wie die Vergangenheit zeigte. Da wurden in der Großgemeinde mehrere Praktiken ausprobiert. Zwischen den Winterperioden 2011/12 und 2014/15 gab es Pauschalverträge mit Fremdanbietern. Die Abmachungen kosteten jeweils 40 000 Euro. Dafür bekam die Kommune 18 Einsätze. Vergleiche über einen längeren Zeitraum haben ergeben: In unserer Region fallen 15 bis 20 Winterdiensttage an. In strengen Wintern mit viel Schnee und Eis sind die verplanten Mittel gut angelegtes Geld. Fegt allerdings der Fön durchs Land, fällt zwischen November und April mehr Regen als Flocken, ist der Dienstleister fein raus.

Nur sieben Räumeinsätze im vergangenen Winter

Getreu dieser Erkenntnis wurden für die kalte Jahreszeit 2015/2016 die Räum- und Streudienste auf den Fahrbahnen der Gemeinde zwar wieder an eine Firma vergeben, allerdings gelang eine Einigung auf „einsatzgenaue Abrechnung“. Dabei blieb das Rathaus der Gewinner. Tatsächlich brauchte es nämlich aufgrund einer günstigen Wetterlage lediglich sieben Einsätze – Kosten: 1700 Euro. „Das war einmalig und wird es wohl auch bleiben“, wie Bürgermeister Roman Blank jüngst bei der Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses konstatierte. Jeder Versuch schlug fehl. Kein Unternehmen ließ sich mehr auf eine solche Regelung ein. Ergo musste man wohl oder übel auf die Ausgangsvariante zurückgreifen. Für die Periode 2016/2017 ist der Winterdienst gesichert. Allerdings ist die Kostenpauschale dafür auf 45 000 Euro gestiegen.

Die Diskussion im Ausschuss war auf die fernere Zukunft ausgerichtet. Was nach der bevorstehenden „Eiszeit“ kommt, darüber muss entschieden werden. Berechnungen der Kämmerei haben Eigenleistungen von Männern des Bauhofs der Gemeinde klar favorisiert. Am Personal würde es nicht mangeln – dafür müsste allerdings technisch massiv aufgerüstet werden. Anschaffungen für Zugmaschine, Schiebeschild, Streuaufsatz oder -hänger könnten bis zu 240 000 Euro verschlingen. Die Gemeindevertreter stehen vor einer schwierigen Entscheidung.

Von Wolfgang Hörmann

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