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Ostprignitz-Ruppin Wirbel auch ums neue Kyritzer Klosterkonzept
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wirbel auch ums neue Kyritzer Klosterkonzept
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18:18 22.06.2016
Das einzige, was auf allen Seiten nie in Frage stand: Der Klausurflügel muss vor weiterem Verfall bewahrt bleiben. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Der neue Entwurf zur Gestaltung des Kyritzer Klostergeländes wird es womöglich nicht durch die nächste Stadtverordnetenversammlung schaffen. Denn die Mitglieder des für diese Sitzung oft weichenstellenden Hauptausschusses empfehlen mit Beschluss vom Dienstagabend, dass sich erneut die Arbeitsgruppe mit ihrem erst kürzlich erarbeiteten und vorgelegten Konzept beschäftigen soll.

Zunächst hatte Konstantin Normann (CDU) beantragt, den Entwurf in den Bauausschuss zurückzuverweisen. Er bezeichnete ihn als „aufgeblasen und überdimensioniert“ und forderte „eine abgespeckte Variante“. Thomas Settgast (SPD) stellte aber den weiterführenden Antrag, nicht der Bauausschuss, sondern die dafür ja gebildete Arbeitsgruppe solle sich erneut mit dem Konzept auseinandersetzen. Settgast würdigte zwar deren bisherige Arbeit sehr. Ihm fehle jedoch der „Expertenrat“, der „externe Sachverstand“. Settgast sagte: „Es muss ja auch nicht vor der Sommerpause noch etwas übers Knie gebrochen werden.“

Vorsitzender der Arbeitsgruppe unzufrieden mit dem Hin und Her

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Adrian Krüger (Linke), reagierte gereizt: „Wenn sich am Ende immer wieder Bedenkenträger melden und durchsetzen und wir weiterhin nicht wissen, was wir überhaupt wollen, dann kann sich die Stadt doch gleich aus dem Projekt ziehen. Dann wird der Klausurflügel verkauft.“ Andere könnten sich ja dann Gedanken machen.

Der Ausschussvorsitzende Jürgen Freier (CDU) beschwichtigte: Es gehe darum, in den Komplex rund um die Rettung des maroden Restes vom Kloster nicht zu viel hinein zu planen. In der Aufgabenstellung der Stadtverordneten, welche Funktionen neue wie alte Gebäude übernehmen sollten, sei jeweils von „können“ die Rede gewesen und nicht vom „Muss“.

So aber wurden die Baukosten nun auf rund 7,6 Millionen Euro geschätzt – 1,8 Millionen mehr als für die verworfene Variante mit Bebauung des Klostergartens. Dies hatte wiederum die Arbeitsgruppe erst nötig gemacht. Vor dem Hauptausschuss sprach sich der Wirtschaftsausschuss schon mit knapper Mehrheit gegen den Entwurf aus, der Bauausschuss indes knapp dafür.

Von Matthias Anke

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