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Wirbel um Brücken-Baustelle am Rhin

Segeletz/Friesack Wirbel um Brücken-Baustelle am Rhin

Wann die neue Brücke über den Rhin nördlich von Friesack fertiggestellt ist, weiß derzeit keiner. Beim Landesbetrieb Straßenwesen ist angesichts des Bauverzugs an diesem Teil der Bundesstraße 5 von „vertraglichen Schwierigkeiten“ die Rede. Genaueres könne erst ab nächster Woche mitgeteilt werden.

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Von September 2016 an bis in diesen September 2017 hinein sollte gebaut werden. Jetzt ist dieses Fertigstellungsdatum abgeklebt.

Quelle: Matthias Anke

Friesack/Segeletz. Kurios mutet das Baustellenschild an der Bundesstraße zwischen Segeletz und Friesack seit geraumer Zeit an. Nicht nur die Kraftfahrer, die in der Warteschlange vor der Ampel minutenlang auf diese Tafel starren können, sondern auch alle anderen dürften nicht übersehen, dass der Fertigstellungstermin überklebt wurde. Wer dort häufig entlangfährt, erinnert sich, dass darunter für diesen laut Schild „Ersatzneubau Brücke über den Rhinkanal“ der September 2017 stand.

Doch daraus wurde nun nichts. Vielmehr noch: Es ist zumindest derzeit völlig offen, bis wann die Brücke fertiggestellt sein wird.

„Die Baustelle steht“, bestätigte Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen auf MAZ-Nachfrage. Für eine Begründung verweist er an seinen für das Projekt mit zuständigen Kollegen Frank Dietrich. Dieser hält sich jedoch zurück, die Situation zu bewerten. Nur so viel: „Es liegt an vertraglichen Schwierigkeiten“, sagte Dietrich, ohne konkret Baufirmen damit anzusprechen. Und vor nächster Woche könne er ohnehin keine Auskunft über den Fortgang der Arbeiten geben.

Der Landesbetrieb Straßenwesen bedauert den Bauverzug

Folglich konnte dieser Tage auch Cornelia Mitschka als Sprecherin des Landesbetriebs auf MAZ-Nachfrage noch nichts dazu sagen. Hinsichtlich der Ursache aber wird sie deutlicher. Sie spricht davon, dass es „zwischen dem Auftragnehmer und dem Landesbetrieb Straßenwesen Divergenzen zur Höhe von Abschlagszahlungen für Nachtragsleistungen“ gibt. „Aufgrund dieser Divergenzen stellte der Baubetrieb die Leistungen ein.“ Allerdings sei das „bauvertragsrechtlich unzulässig“. Kurzum: Die Baufirma verlange mehr Geld für nachträglich erforderlich gewordene Arbeiten, als sie bekommt und wolle deshalb auch alle weiteren Arbeiten einstellen.

„Der Landesbetrieb Straßenwesen versucht derzeit unter Fristsetzung letztmalig eine einvernehmliche Lösung mit dem Ziel des Weiterbaus mit dem Auftragnehmer zu finden“, informierte Cornelia Mitschka weiterhin: „Ansonsten wird der Landesbetrieb Straßenwesen die vertragsrechtlichen Konsequenzen ziehen.“

Ein neuer Fertigstellungstermin könne deshalb nicht genannt werden. „Wir bitten hierfür um Verständnis und bedauern sehr, dass die Maßnahme nicht fristgerecht beendet werden kann“, so die Landesbetriebssprecherin mit Blick auf alle betroffenen Kraftfahrer.

Bis es am Rhin weitergeht und ein neues Datum über dem Satz „Wir bauen für Sie“ erscheint, gilt es nun also abzuwarten. Auch ein Radweg soll dort entstehen, wo es mit dem entsprechenden Platz dafür bislang sehr eng aussah, jedenfalls für Laien. Denn die Wohngebäude in Brückennähe grenzen dicht an die Fahrbahn. Mitte Juli musste die B 5 dort bereits mangels Platz für einige Tage komplett gesperrt werden, als die Brückenträger eingehoben wurden. Bei vorbeifahrendem Verkehr wäre das nicht machbar gewesen.

Weil der Bereich seit Beginn der Bauarbeiten im Herbst vorigen Jahres nur einspurig mittels Ampel passierbar ist, kam es unlängst auch schon zu einem heftigen Stau. Die Ampelanlage war ausgefallen.

Von Matthias Anke

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