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Ostprignitz-Ruppin Wirbel um Text zur Bodenreform in Kyritz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wirbel um Text zur Bodenreform in Kyritz
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00:27 31.08.2015
So könnte die Stele in der Gorki-Straße aussehen. Quelle: Beckmann
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Kyritz

Sie ist nicht pünktlich fertig geworden, die Tafel, die am Ort einer früheren Kyritzer Gaststätte daran erinnern soll, dass dort einst Wilhelm Pieck die Bodenreform verkündete. Mehr noch: Auch der Text, der bereits erarbeitet war, scheint noch Diskussionsbedarf zu wecken. Die Stele wird deshalb sehr viel später aufgestellt. Dabei galt der 70. Jahrestag der Verkündung der Bodenreform am kommenden Mittwoch, 2. September, einst als Anlass.

„Der Historiker Andreas Noetzel, der bereits mit der Erarbeitung einer Darstellung und geschichtswissenschaftlich fundierten Bewertung der Bodenreform sowie Verkündung der Bodenreform in Kyritz beauftragt wurde, hat sich bereiterklärt, einen entsprechenden Text für die Beschriftung der Stele zu erarbeiten“, hieß es in der Beschlussvorlage für die jüngste Stadtverordnetenversammlung. Der Text war der Vorlage beigefügt. Doch Bürgermeisterin Nora Görke zog sie zurück – auf Anregung der Fraktion der Linken, wie sie sagte. Laut Görke müsse man „eine Formulierung finden, die von jedem verstanden wird, auch von jedem, der die Bodenreform nicht kennt“. Dazu solle nun ein Gremium aus Vertretern aller Fraktionen gemeinsam mit Historiker Noetzel den Text beraten.

Der vorliegende Text erfüllte die Erwartungen offenkundig nicht. Allein der Titel „Die Bodenreform in der Prignitz“ schränkt die Tragweite ein, die diese historische Rede nach sich zog: Denn sämtliche Großgrundbesitzer und Landeigner, die als Kriegsverbrecher oder Nationalsozialisten eingestuft waren, wurden auf dem gesamten Gebiet der späteren DDR entschädigungslos enteignet. Das Land wurde neu verteilt.

Zudem hätte der bisherige Text- Inhalt nach Ansicht der Linken einen ideologischen Streit auslösen können. Noetzel legte einen Schwerpunkt schließlich darauf, die Verkündung der Reform als abgekartetes Spiel zu erklären: „Die Versammlung sollte den Anschein erwecken, absolut demokratisch zu sein.“ Dabei sei Pieck damals mit einer längst vorbereiteten Resolution angereist.

Von Matthias Anke

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