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Ostprignitz-Ruppin Wissenstest mit Überraschungseiern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wissenstest mit Überraschungseiern
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00:17 04.05.2017
Die Fahrzeug- und Gerätekunde ist eine der Stationen, die die Jugendlichen am Sonnabend absolvieren müssen. Quelle: Cornelia Felsch
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Wildberg

Der Wind pfeift über den Wildberger Sportplatz. Den Jugendlichen, die an diesem Tag Druckschläuche legen, Standrohre setzen oder Knoten binden, kann er nichts anhaben. Sie tragen ihre winddichten Feuerwehruniformen. Aus neun Ämtern des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sind sie angereist. Heute legen die jungen Feuerwehrleute ihre Prüfungen zum Feuerwehrabzeichen Jugendflamme 1 und 2 ab.

Der Sportplatz wirkt etwas verlassen, nur wenige Gruppen sind an den einzelnen Stationen zu erkennen. Die Kreisjugendfeuerwehrwartin Annette Staacks-Jahnke erklärt, warum der Schein trügt: „Seit etwa zehn Jahren führen wir die Aktion gestaffelt durch, dann brauchen die Jugendlichen nicht zu lange an den Stationen zu warten.“ Die letzten Teilnehmer werden an diesem Tag aus Rheinsberg kommen.

Tobias Grube an einer der Stationen, die die jungen Retter für die Feuerwehrflamme absolvieren müssen. Quelle: Cornelia Felsch

Genauso wie die Leistungsspange ist die Jugendflamme ein Symbol, dass der Träger dieses Abzeichens den Anforderungen der Jugendfeuerwehr gewachsen ist. Und dessen sind sich die engagierten Nachwuchshelfer durchaus bewusst. Die zehnjährige Lana Bartel aus Wildberg trägt an ihrer Jacke bereits zwei Abzeichen. Die Kinderflamme 1 und 2 wird an Jugendfeuerwehrmitglieder verliehen, die das zehnte Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Lana ist nun alt genug für ein weiteres Abzeichen – die Jugendflamme 1. Sie gibt zu, dass man sich auf solch einen Prüfungstag gründlich vorbereiten muss, aber dafür wird man schließlich mit dem Abzeichen belohnt. Und Lana verrät noch einen weiteren Vorteil: „Man kann damit auch ein bisschen angeben.“

Aber das hat sie sich dann auch verdient, denn die Aufgaben sind nicht einfach. Lana muss nicht nur wissen, was ein CM-Strahlrohr ist, sondern sich auch mit Saugschläuchen und Antrittsordnungen auskennen. An mehreren Stationen müssen die jungen Nachwuchskräfte ihr Können unter Beweis stellen. Um die körperlichen Kräfte geht es beim Kugelstoßen. Der 14-jährige Tobias Grube soll einen Unterflurhydranten setzen. Bevor er zur Tat schreiten kann, muss er allerdings ein Unterflurhydrantenhinweisschild erkennen und erklären, was es mit den Hieroglyphen auf dem Metallschild auf sich hat. Ist der Hydrant entsprechend der Meterangaben gefunden, kann die Aktion beginnen. An der nächsten Station muss ein Fahrzeug gesichert werden. Warndreieck, Beleuchtungsgerät und Leitkegel müssen aufgestellt werden.

Aufgaben aus dem Überraschungsei

Die 13-jährige Anna darf in eine Tüte greifen und zwei Überraschungseier ziehen. In den gelben Kunststoffhüllen befindet sich allerdings kein Spielzeug , sondern ein Zettel mit Buchstaben. Anna hat ein B und ein V gezogen. Aus dem Gerätewagen, in dem sich Stahlrohre, Druckschläuche, Werkzeugkästen, Winden , Mulden und Schlauchbinden verstecken, holt Anna den B-Schlauch und einen Verteiler. Die Anfangsbuchstaben deuten auf das entsprechende Gerät hin, das nun auch noch erklärt werden muss.

Wer die Jugendflamme der Stufe 2 erwerben will, muss mindestens 13 Jahre alt sein. Erfolgreich teilgenommen haben alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die 80 Prozent der Aufgaben richtig erfüllt haben. Das waren an diesem Tag alle, so wie bereits in den vergangenen Jahren. „Allerdings haben wir auch etwas gelernt“, sagt die Kreisjugendfeuerwehrwartin Annette Staacks-Jahnke. „Wir haben festgestellt, dass noch nicht alles so richtig sitzt, und wissen nun, dass wir einiges wiederholen müssen.“

Von Cornelia Felsch

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