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Wittstock: Awo erfüllt Auflagen des Landes

Einzelzimmer beim betreuten Wohnen Wittstock: Awo erfüllt Auflagen des Landes

Die Arbeiterwohlfahrt in Wittstock hat jetzt für 100 000 Euro ihre Wohnstätte in der Käthe-Kollwitz-Straße erneuert. 28 Männer und Frauen mit körperlichen Einschränkungen werden dort betreut. Sie alle haben jetzt ein Einzelzimmer und genießen die neue Lebensqualität.

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Andreas Linke (l.) und Birgit Behnfeldt (r.) besuchen Wolfgang Richter in seinem neuen Einzelzimmer.großen Sanitärraum umgebaut. Quelle: Ruch

Wittstock. Die 28 Frauen und Männer in der Wohnstätte Käthe-Kollwitz-Straße 27 in Wittstock freuen sich seit Kurzem über modernisierte Räume. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Betreuungsdienste, Wohn- und Betreuungsverbund Wittstock, ist Träger der Einrichtung. Die Wohnungsbaugenossenschaft in Wittstock (WBG) als Vermieter investierte in den vergangenen Monaten 100 000 Euro ins Objekt. Neben 60 000 Euro für den Ausbau kamen 40 000 Euro für Brandschutzauflagen hinzu.

„Die gesetzlichen Anforderungen des Landes Brandenburg beinhalten, dass zukünftig alle Klienten in Einzelzimmern untergebracht werden“, so Birgit Behnfeldt. Sie ist als Awo-Wohnstättenleiterin tätig und betreut neben dem Standort Käthe-Kollwitz-Straße noch die Einrichtungen in der Polthierstraße und Rosa-Luxemburg-Straße. 92 Plätze stehen an allen drei Standorten bereit; davon sind aktuell 89 belegt. Alle drei Wohnstätten erfüllen nun die gesetzlichen Auflagen. Der 59-jährige Wolfgang Richter gehört zu denjenigen, die fortan nicht mehr in einem Doppelzimmer sondern separat wohnen.

„Vor zwei Jahren trat die Awo an uns wegen des Umbaus heran“, sagt Andreas Linke von der WBG. Er betreute den Umbau. Seit Frühjahr dieses Jahres erfolgten die Arbeiten im Objekt. In diesem Zuge gestalteten die Bauarbeiter etwa drei ehemalige Doppelzimmer in Einzelzimmer um. Weitere Gemeinschaftsräume entstanden. In der 5. Etage des Plattenbaus ist ein Durchbruch zum Nachbaraufgang realisiert worden. Dort sind zwei weitere Wohnungen von der Awo angemietet und umgebaut. Wände wurden versetzt. Im Treppenhaus der Hausnummer 26 ist in der 5. Etage eine Sturzbarriere eingebaut. Auch der Sanitärbereich ist nun hochmodern. „Der alte Zuschnitt von Küche und Bad wurde aufgehoben und daraus entstand ein großes Bad“, so Linke beim Rundgang. Die Bäder sind barrierefrei.

Als besonders aufwändig erwiesen sich die Forderungen des Brandschutzes, räumt Andreas Linke ein: „Diese Auflagen sind sehr hoch.“ Neben dem Einbau von Rauchmeldern befindet sich ein Rauchwärmeabzug an den Fenstern der Treppenaufgänge. Auch die Elektrik genügt nun modernen Ansprüchen. Die Schwesternrufanlage, die von jedem Zimmer aus betätigt werden kann, ist ebenfalls erweitert worden.

Seit 2003 unterhält die Awo die Wohnstätte in der Käthe-Kollwitz-Straße. „Wir sehen weiterhin einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit entgegen“, sagt Andreas Linke. „Mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin als Kostenträger für unsere Wohnstätten konnten wir einen langfristigen Mietpreis für diese Wohnstätte abstimmen“, sagt Birgit Behnfeldt. In der Wohnstätte Käthe-Kollwitz-Straße leben 28 Frauen und Männer im Alter von 20 Jahren bis Ende 60. Ein Platz ist dort noch frei. Die Klienten an diesem Standort benötigen im Vergleich zu den zwei weiteren Wohnstätten den geringsten Hilfebedarf. „Wir gewähren so viel Hilfe wie nötig, aber auch so wenig wie möglich“, so Betreuerin Katrin Bucher zum Grundsatz der Arbeit. 14 Betreuer und zwei Hauswirtschaftskräfte sind dort tätig.

Von Christamaria Ruch

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