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Wittstock/Dosse „Weihnachten im Schuhkarton“ startet wieder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse „Weihnachten im Schuhkarton“ startet wieder
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14:12 11.10.2018
Andreas Leddin aus Wittstock sammelt seit 1999 Gaben für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton". Bis 15. November können Geschenke gespendet werden. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Für Andreas Leddin und seine Helfer ist es jedes Jahr eine Herzensangelegenheit. Nun unterstützt der Wittstocker schon zum 20. Mal in Folge die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Die Evangelische Kirchgemeinde in Wittstock, der auch Leddin angehört, hatte 1999 ein gemeinnütziges Projekt gesucht, das sie fördern kann. „Wir haben uns dann dafür entschieden“, berichtet er.

Seit Oktober sind wieder Annahmestellen in ganz Ostprignitz-Ruppin aktiv. Bis zum 15. November darf gespendet werden. „Neben Spielzeug sind auch nützliche Sachen wie Zahnbürsten oder Kleidung passend“, sagt Andreas Leddin. Jedes Jahr spende zudem die Firma Promex Zahnpasta für die zwischen zwei und zwölf Jahre alten Adressaten aus Osteuropa.

n den Annahmestellen gibt es schon passende Kartons. Quelle: Christian Bark

Kriegsspielzeug und Lebensmittel gehören Andreas Leddin zufolge nicht mit in den Karton. „Kekse hatten wir dann mal an eine Kita verschenkt“, sagt er. Süßigkeiten wie Schokolade sind aber OK, neuerdings dürfen auch wieder Gummibonbons dazugelegt werden. „Schön ist außerdem ein persönlicher Gruß“, empfiehlt Andreas Leddin.

Er habe auch schonmal ein Feedback von einer Familie aus Rumänien und Polen erhalten. Selbst war er vor über zehn Jahren nach Moldawien gereist, um dort zu sehen, wie sich die Kinder über die Geschenke freuen. „Dieses Strahlen in den Augen der Kinder ist meine Motivation, weiter zu machen“, so der 54-jährige Wittstocker.

Ist nicht genug im Karton, hat Andreas Leddin noch etwas Füllmaterial. Quelle: Christian Bark

Unterstützt wird er dabei von etwa sechs Helfern, die die Kartons vorher noch einmal durchgucken, gegebenenfalls noch etwas dazulegen. „Wer keine Zeit zum Packen hat, kann auch Geld spenden“, sagt Andreas Leddin.

Dankveranstaltung am 4. November geplant

Rund 400 Päckchen kommen jedes Jahr aus dem gesamten Landkreis bei Andreas Leddin an, gelangen von dort ins zentrale Sammellager nach Berlin und werden dann in die Bestimmungsländer wie Polen, Moldawien oder Georgien versandt.

Auf Flyern gibt es nützliche Tipps. Quelle: Christian Bark

Im vergangenen Jahr hatte eine MAZ-Leserin kritisiert, die Aktion der Initiative des christlichen Hilfswerks „Geschenke der Hoffnung“ diene einer christlich-fundamentalistischen Missionierung. Da zum Teil Bibeln mit den Kartons verteilt werden. „Das ist aber nur ich christlichen Einrichtungen und auch nur auf Wunsch so“, erklärt Andreas Leddin. Eigentlich gehe es doch nur darum, Kindern eine Freude zu machen.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann bis 15. November Kartons in Wittstock beim Fotostudio Manthey in der Poststraße, im evangelischen Gemeindebüro in der Sankt-Marien-Straße, in der evangelischen Kita „Bienenkorb“ sowie nach telefonischer Absprache unter 0173/4833555 bei Andreas Leddin in der Kyritzer Straße abgeben.

Am Sonntag, 4. November, findet ab 17 Uhr in der Wittstocker Heilig-Geist-Kirche zudem eine Dankveranstaltung statt. Dort können dann auch Kartons abgegeben werden.

In Neuruppin ist das Hospiz „Wegwarte“ in der Fehrbelliner Straße 38 Sammelstelle. In Neustadt nimmt Luisa König nach telefonischer Absprache unter 0174/9288953 Kartons entgegen.

Mehr Informationen unter: www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/

Von Christian Bark

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