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Wittstock/Dosse Ärger um Bahnlinie von Wittstock nach Mirow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Ärger um Bahnlinie von Wittstock nach Mirow
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10:45 26.08.2013
Dranse

"Wenn die ganze Eisenbahnlinie von Wittstock bis nach Mirow von der damaligen Eigentümerin Deutsche Bahn an eine Leasinggesellschaft wirklich für unter 200000 Euro komplett verkauft worden ist, dann ist das unglaublich und ein vergleichbar wirtschaftlicher Schaden, wie der jetzt vom laxen Flächenverkauf unter Wert bei Oranienburg durch die BBG bekannt wurde.Der Verkauf riecht nach weiterem Skandal", sagt der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rainer Genilke.

Genilke und die Stellvertreterin der CDU-Landtagsfraktion, Roswitha Schier, hatten sich am Freitag vom Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann das Projekt "Skaterbahn" auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Wittstock und Dranse in diesem Ortsteil zeigen und erläutern lassen. Vor Ort wurden sie auch von der Dorfvereinsvorsitzenden Anke Tusche begrüßt, die in das Skaterbahn-Projekt große touristische Hoffnungen für den Ortsteil Dranse setzt.

Genilke staunte, wie gründlich die Trasse bereits abgeräumt war. "Das muss ja wirklich sehr schnell gegangen sein und hat wohl gutes Geld für die Eigentümer gebracht", äußert Genilke und schätzt dann vorsichtig, dass der Materialverkauf "wohl das fünffache und Mehr vom gezahlten Kaufpreis für die neuen Eigentümer eingebracht haben dürfte. Er teilt auch die Empörung mit Bürgermeister Jörg Gehrmann, dass dieser Verkaufs-Deal zwischen der DB und der Leasinggesellschaft ohne Einbeziehung der Kommune stattgefunden hatte. "Es ist doch ein Unding, dass mit der Bahnlinie zugleich der gesamte Grund und Boden in diesem Preis mitverkauft worden ist. Darauf hätte die Allgemeinheit, die Kommune einen Anspruch gehabt, um Infrastrukturbelange darauf planen zu können", sagt Gehrmann, der auch den Vorsitz im Leaderverein zur ländlichen Strukturförderung in OPR hat. Er erklärt das geplante Projekt, für das sich die Stadtverordneten in Wittstock und der Leader-Vorstand stark machen: Diese Strecke soll asphaltiert werden, Elektrotanksäulen bekommen und mit den verschiedenen touristischen Verkehrsmitteln und als Wanderweg nutzbar gemacht werden. Zudem soll dieser Weg ein Haus-zu Haus-Tausch- und Händlerweg werden, auf dem heimische Erzeugnisse aus den Gärten entlang dieser ehemaligen Bahnlinie von Dorf zu Dorf weiter verkauft werden, zugleich sollen Radtouristen Urlaubsangebote in den Dörfern an dieser Trasse nutzen können.

Für den CDU-verkehrspolitischen Sprecher ist das eine "tolle Geschichte" und er ist sofort davon begeistert, dass man dafür nicht zuerst kommunale Eigenmittel und Leaderfördermittel einsetzen sollte. "Das muss viel größer gefördert werden, das hat Modellcharakter", begeistert sich Rainer Genilke dafür. Er rät dazu, an diesem Konzept für die spätere Mehrfach-Nutzung weiterzuarbeiten und es zu verfeinern, der alte Bahndamm in dieser Breite habe noch weiteres Potenzial, das dafür genutzt werden sollte.

"Das ist unser großes Zukunftsprojekt. Zu unseren nur 15 Kilometer entfernten Nachbarn in der Müritzregion gibt es sonst keine Landesstraße und keinen touristischen Fahrradweg, der bis dahin durchgehend führt und uns miteinander verbindet. Das wollen wir entwickeln und brauchen dafür Unterstützung", sagt Gehrmann. Zuerst soll der etwa zwölf Kilometer lange Linienteil von Wittstock bis Dranse gebaut werden. Gehrmann informierte die Landtagsabgeordneten auch, dass dabei noch Vertrags- und Verhandlungshürden mit den neuen Grundstückseigentümern vom Bahndamm überwunden werden müssen, bevor es losgehen kann. Die Linie ohne Schienen ist immer noch als Bahntrasse beim Eisenbahnbundesamt gewidmet und reaktivierbar.

Der Händedruck, mit dem sich die Besucher in Dranse voneinander verabschiedeten, war so kräftig wie eine Unterstützerzusage.

Von Gerd-Peter Diederich

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