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Wittstock/Dosse Alle sechs Wochen auf eine Tasse Tee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Alle sechs Wochen auf eine Tasse Tee
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00:34 07.05.2018
Der Kyritzer Autor Manfred Haßfeld (hinten) las in der Freyensteiner Bibliothek aus seinen Büchern. Quelle: Christian Bark
Freyenstein

Einmal im Monat lädt Wittstocks Bibliotheksleiterin Georgia Arndt zum Literaturcafé in die Wittstocker Bibliothek. Dann liest sie zumeist Heiteres zu verschiedenen Themen. Um auch in der Freyensteiner Schlossbibliothek ein regelmäßiges Kulturangebot zu haben, gibt es dort seit Herbst 2017 die Lesereihe „Auf eine Tasse Tee mit ...“. „Die Tasse Tee ist das Pendant zum Literaturcafé in der Wittstocker Bibliothek“, erklärte die Bibliotheksmitarbeiterin Sandra Göske am Donnerstagnachmittag. Sie finde etwa alle sechs Wochen statt.

Bibliotheksmitarbeiterin Sandra Göske freut sich schon auf kommende Lesungen. Quelle: Christian Bark

Am Donnerstag genossen die Zuhörer ihre Tasse Tee und auf Wunsch auch Kaffee bei einer Lesung mit dem Kyritzer Autor Manfred Haßfeld. Der stellte unter anderem sein Buch „Das Geheimnis“ vor. Darin ging es um zwei junge Leute, die in einer Kirche über Nacht eingeschlossen wurden und später im Turm de Hinterlassenschaften eines deutschen Soldaten finden, der kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in dem Turm von seiner zurückweichenden Einheit vergessen worden war. Die jungen Leute stoßen bei der Recherche darauf, dass der junge Soldat ihnen näher stand, als sie zunächst vermuten mochten.

Autor beleuchtet die Psyche seiner Protagonisten

„Viele Elemente in meinen Büchern sind autobiografisch oder hätten zumindest so stattfinden können“, sagte Manfred Haßfeld. So spiele die namensgebende Geschichte in seinem Kurzgeschichtenband „Im freien Fall“ auf seine Zeit als Hobbyflieger an. „Am Ende kann der Leser zwei Enden lesen, ein gutes und ein tragisches“, so der Autor.

Auch Manfred Haßfelds Hund „Bomani“ spielt in den Büchern eine Rolle. Quelle: Christian Bark

Der heute 73 Jahre alte Biologe aus Kyritz setzt in seinen Geschichten viel auf die Psyche seiner Protagonisten, wie er sagte. Für seinen Kriminalroman „Das Geheimnis des Spiels: Psychogramm eines Mordes“ habe er im Voraus mal versucht, Unbekannte über ein Onlinespiel in persönliche Gespräche zu verwickel. „Sie glauben gar nicht, wie leicht die Leute vertrauen fassen“, berichtete er dem Publikum. Solche Bekanntschaften könnten, wie in seinem Roman, auch tragisch enden. Als „Bruno“ spielt sogar Manfred Haßfelds Hund „Bomani“eine Rolle: Er finde die Leiche.

Nächstes Mal ist Sohn von Gerd E. Schäfer da

Im Gespräch mit den Freyensteinern erzählte der Autor von seiner Passion zu Schreiben, dass er erst kurz vor dem Ruhestand wieder damit angefangen hätte und am liebsten im Winter schreibt, wenn es im Garten wenig zu tun gibt. Zudem berichtete er über sein neuestes Buch, das bald erscheine. In „Wir waren Helden“ verarbeitet der Autor seine Kindheit in den Jahren 1949 bis 1957 auf dem Lande. Zudem plant er einen Roman über den „Schwanenstein“ von Lohme auf Rügen. Dabei stellte Manfred Haßfeld klar, dass das Schreiben nur sein Hobby ist: „Geld verdienen kann man damit nicht viel.“Allerdings gebe es über Selbstpublizierungsverlage heute gute Möglichkeiten, seine Bücher eigenhändig zu gestalten – auch als E-Book.

Zu nächsten Tasse Tee kommt am Donnerstag, 31. Mai, um 17 Uhr der Sohn des bekannten Schauspielers Gerd E. Schäfer, Alexander G. Schäfer, nach Freyenstein. Dazu liest er Biografisches über seinen Vater. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Von Christian Bark

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