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Wittstock/Dosse Als christliche Frauen ins KZ kamen
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16:18 08.05.2018
Brigitte Wenk (l.) und Susanne Zuchowicz waren aus Tangerhütte nach Heiligengrabe gekommen. Quelle: Christian Bark
Heiligengrabe

Sie hießen Marie Pleissner oder Maatje de Jonge van den Heuvel – zahlreiche Frauen aus ganz Europa sind während der Herrschaft der Nationalsozialisten wegen ihres christlichen Glaubens und der Zugehörigkeit zu bestimmten Religionsgruppen verfolgt, verhaftet und sogar ermordet worden. Über ihre Schicksale im Konzentrationslager Ravensbrück berichtet seit Samstag eine Ausstellung im Kloster Stift Heiligengrabe.

Auf Infotafeln erfahren Besucher viel über die damaligen Begleitumstände. Quelle: Christian Bark

Zur Eröffnung der Sonderausstellung „Ravensbrück 1939-45: Christliche Frauen im Konzentrationslager“ gab es am Samstag keine gesonderte Veranstaltung oder Ansprache. Stattdessen kamen an dem Tag immer mal wieder Teilnehmer von Seminaren, die im Stift stattfinden, oder Besucher in den Kapitelsaal.

Lebensläufe informieren über Schicksale

So auch Brigitte Wenk und ihre Freundin Susanne Zuchowicz aus Tangerhütte. „Wir sind eigentlich nur zum Malen hergekommen“, sagte Brigitte Wenk. Das würden sie mehrmals im Jahr so machen und ein Wochenende durchs Land reisen.

Es sind auch Nachbildungen von selbstgebastelten Gegenständen der Häftlinge ausgestellt. Quelle: Christian Bark

In die Ausstellung waren die Frauen eher zufällig geraten aber nicht minder von ihr beeindruckt. „Da bekommen die Schicksale doch gleich ein Gesicht“, sagte Susanne Zuchowicz und verwies auf die Lebensläufe einiger Frauen, die auf einem Tisch ausgelegt waren. Sie lasen sich wie Personal­akten, offenbarten aber das Leid, was die Frauen wegen ihrer christlichen Nächstenliebe oder des Widerstandes gegen das Regime widerfahren ist.

Ausstellung noch bis 3. Juni in Heiligengrabe

„Heute scheinen wir immer noch nicht viel daraus gelernt zu haben“, sagte Susanne Zuchowicz. Leider gebe es nach wie vor Kriege und Verfolgung Andersdenkender. Da müsse die Ausstellung eine Mahnung sein.

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Juni im Kapitelsaal des Kloster Stifts zu sehen. Sie ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Christian Bark

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