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Berliner Kinder schnuppern Landluft

Mädchen und Jungen der Luisengemeinde zu Gast in Blandikow Berliner Kinder schnuppern Landluft

Die „Dörbb-Tenne“ in Blandikow ist zurzeit ein Campingplatz. 20 Mädchen und Jungen sowie ihre Betreuer haben dort für eine Woche ihre Zelte aufgeschlagen. „Zeltfreizeit“ nennen das die Kinder und Erwachsenen, die von der evangelischen Luisengemeinde aus Berlin-Charlottenburg nach Blandikow gekommen sind.

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Beim Klettermanöver mit Karsten Bork (l.) konnten sich die Berliner Feriengäste einmal so richtig auspowern.

Quelle: Wirtz

Blandikow. Am Sonnabend reisen die Hauptstädter wieder ab, gleich nach dem Familiengottesdienst, zu dem alle Blandikower um 11 Uhr in die Kirche eingeladen sind. Aber bis dahin warten noch ein paar Abenteuer auf die kleinen Großstädter.

Die Kinder möchten vor allem das Landleben kennenlernen. „Die Mädchen und Jungen sind ganz begeistert. Sie können ausgelassen toben. Sie können zum Bauernhof gehen und Tiere sehen, die sie bisher nicht kannten, und sie erleben die Natur“, zählt Klaus Kurt Raschkowski, Pfarrer der Luisenkirche, auf. „Und wer weiß, vielleicht kommen sie ja mal wieder in unsere Region, weil sie den Ort noch aus ihrer Kindheit in guter Erinnerung haben“, wünscht sich Hartwig Herm, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates und Kirchenälteste in Blandikow.

Die Kirchenmitglieder und der Christliche Verein Junger Menschen CVJM-Blip wollen den Berliner Gästen ein paar erlebnisreiche Tage bereiten. Eine Nachtwanderung mit Mitternachtskakao steht unter anderem auf dem Programm. Das christliche Abendmahl steht allerdings im Mittelpunkt der jungen Besucher.

Ein Holzschild mit ihren Namen darauf soll sie stets daran erinnern. Karsten Bork, der Vize-Vorsitzende des CVJM-Blip, öffnete Mittwoch an seinem Urlaubstag sein Hoftor in Blandikow. „Der Empfang war ganz witzig“, schmunzelte Stephan Kunkel, ebenfalls Pfarrer in der Luisenkirche in Charlottenburg und führte fort: „Karsten hat ein Spinnennetz quer ans Tor gespannt, durch das jeder einzeln hindurchsteigen musste.“
Holz ist das Element des Forstwirtschaftsmeisters. Deshalb legte er ein vorgefertigtes Brett zurecht, auf dem die Kinder ihren Vornamen schreiben durften. Für alles andere sorgte Karsten Bork: „Mit einer Oberfräse bearbeite ich die Schriftzüge. Sie werden ins Brett gefräst.“ Pfarrer Klaus Kurt Raschkowski hat schon eine ziemlich genaue Vorstellung, wo das Schild gut zur Geltung kommen könnte: „In unserem Gemeindehaus gibt es den ’Kinderkeller’, der von Frauke Hartmann geleitet wird. Ursprünglich war der Keller eine Suppenküche. Dort finden wir einen Platz fürs Schild.“

Zehn bis zwölf Meter hoch konnten die Kinder an einem Seil auch in den Bäumen klettern. „Dafür muss man sonst irgendwo in einen Kletterpark gehen“, bemerkte eines der Berliner Kinder. Etwas mulmig war schon einigen zumute, als Karsten Bork eine Schnur und Sicherungsleine nach der anderen hervorholte und hier und da die Karabinerhaken anbrachte. Mit einem Grillabend und Lagerfeuer klang der Mittwoch aus. Seit nunmehr zwölf Jahren kommen die Berliner Kinder nach Blandikow. Doch vor nicht allzu langer Zeit haben sich erst beide Kirchengemeinden einander genähert.

Inzwischen gibt es ein Miteinander auf Augenhöhe. „Vielleicht sollten wir dafür auch ein bisschen Propaganda machen“, findet die Kirchenälteste Monika Pehlgrim aus Blandikow. Sie glaubt, dass die Kinder aus dem Dorf Blandikow bislang gar nicht so richtig wahrnehmen, dass überhaupt Gäste da sind. Die seien nämlich sehr diszipliniert und würden kaum auffallen.

Von Madlen Wirtz

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