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Wittstock/Dosse Wie tickt unsere innere Uhr?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Wie tickt unsere innere Uhr?
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00:40 20.05.2018
Gisela Flemming hielt den Vortrag. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Gehören Sie zu den Lerchen oder Eulen? Geht es um den Tag-Nacht-Rhythmus und die aktiven Phasen eines Menschen, scheiden sich die Geister: Lerchen sind die so genannten Frühaufsteher und bei den Eulen handelt es sich um Nachtschwärmer.

Schon zum vierten Mal trat die Wittstocker Biologin Gisela Flemming im Quartierstreff vom Rote-Mühle-Quartier in Wittstock auf. Am Donnerstagnachmittag ging sie in ihrem neuen Vortrag „Die innere Uhr“ auf das Wesen und Wirken der Tages- und Jahresrhythmen ein.

Der Quartierstreff im Rote-Mühle-Quartier in Wittstock befindet sich in der Schillerstraße 26. Quelle: Christamaria Ruch

Acht Besucher folgten der Einladung von Quartiersmanagerin Rosela Bennarndt. Zu den neuen Gästen gehörte Dorit Hellwig aus der Jahnstraße in Wittstock. „Frau Flemming hat wirklich etwas drauf, der Vortrag interessiert mich und ich habe aus der MAZ davon erfahren“, sagte sie. Für Dorit Hellwig ist es „wichtig, unterwegs zu sein und verschiedene Veranstaltungen zu besuchen.“

Nicht allein der Mensch besitzt den inneren Zeitmesser, die gesamte Pflanzen- und Tierwelt folgt einem vorgegebenen Mechanismus. „Niemand kann gegen seine innere Uhr leben“, sagte Gisela Flemming. Wer diesen Biorhythmus ignoriert, kann krank werden, wird gereizter und auch das Immunsystem gerät aus dem Gleichgewicht.

Wunderblume betört Schmetterling

Die Biologin versteht es, Beispiele aus der Umwelt kurzweilig und einprägsam darzustellen. Schatten- oder Sonnenblätter bei den Pflanzen folgen in ihren Bewegungen dem Licht. Blütenblätter öffnen sich mittags, wie etwa bei der Mittagsblume oder erst in der Dämmerung im Fall der Wunderblume. Dann entfaltet sie einen betörenden Duft, der auch den Schmetterling Windenschwärmer anlockt.

„Wie der Kolibri bewegt sich der Windenschwärmer vor der Blüte und sammelt mit seinem Saugrüssel Nahrung in der Blüte“, sagte Gisela Flemming. Am nächsten Morgen ist dieses Schauspiel beendet, die Blüte geschlossen und der Duft wieder verschwunden.

Jede Zelle hat eine innere Uhr

„Jede Zelle, jedes Organ hat eine innere Uhr“, sagte Gisela Flemming. Beim Menschen sitzt der Zeitmesser in der Zirbeldrüse im Gehirn und schüttet das Hormon Melatonin aus, das den Zeitrhythmus steuert. „Wer gegen die innere Uhr lebt, riskiert seine Gesundheit. Im Umkehrschluss führt mehr Schlaf zu einer höheren Zufriedenheit“, sagte sie.

Mit Blick auf die Politik stellte sie fest: „Wenn Koalitionsgespräche bei der Regierungsbildung abends anfangen, nimmt das die Menschen mit“. Für Gisela Flemming gehört die innere Uhr zu „den Wundern des Lebens.“

Von Christamaria Ruch

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