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Wittstock/Dosse Brüssel unterstützt Landschaftspflegeverband
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Brüssel unterstützt Landschaftspflegeverband
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11:52 19.07.2018
Steffen Jander bringt im Verband ehrenamtlich Projekte auf den Weg, wie etwa Heckenpflanzungen. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Prignitz-Ruppiner Land besteht seit März vergangenen Jahres. Seit dem 1. Juli erhält der Verein Geld aus der Europäischen Union für die Verbandsarbeit. 375 000 Euro stehen bis Ende Dezember 2022 zur Verfügung und werden über das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung ausgereicht.

Ehrenamtliche Arbeit im ersten Jahr

Das erste Jahr arbeiteten alle Mitglieder im Verein um seinen Vorsitzenden Andreas Bergmann ehrenamtlich. Dank des Geldes aus Brüssel kann die Verbandsarbeit nun an Fahrt aufnahmen. Zwei halbe Personalstellen sind jetzt geschaffen.

Andreas Bergmann ist Landwirt in Zempow und arbeitet nun hauptamtlich im LPV. An seiner Seite arbeitet Jakob Richter. „Es geht um den regionalen Netzwerkaufbau, um das Werben neuer Mitglieder, eine zunehmende Kooperation mit den Agrarbetrieben, Projekte mit dem Themenfeld klimaschonende Landnutzung, den Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Andreas Bergmann.

In der Landschaftspflege engagiert: Steffen Jander (v.l.), Frauke Hoffmann, Andreas Bergmann, Jakob Richter, Holger Pfeffer und Petra van Dorsten. Quelle: Christamaria Ruch

Bis nach Oberhavel

Die Mitgliederzahl wuchs von anfangs 13 auf mittlerweile 30. Der Wirkungsbereich des Vereins erstreckt sich über den gesamten Landkreis Ostprignitz-Ruppin und reicht bis nach Oberhavel. Mit der Gründung schloss der LPV einen weißen Fleck auf der Landkarte und trifft mit den Maßnahmen zur Landschaftspflege den Nerv der Interessenten. „Gut die Hälfte der 30 Mitglieder sind Agrarunternehmen oder Personen, die in der Landwirtschaft arbeiten“, sagt Andreas Bergmann.

Ökologische Landwirtschaft

Landschaftspflegeverbände vermitteln an der Schnittstelle zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. In diesem Zuge werden auch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf den Weg gebracht. Konkret im Gespräch sind im LPV Prignitz-Ruppiner Land derzeit Projekte, eine Agrargenossenschaft von konventioneller auf ökologische Bewirtschaftung umzustellen, Blühstreifen anzulegen, Klärschlamm weiterzuverwenden und Hecken zu pflanzen. Perspektivisch wird geplant, den Wirkungsbereich des LPV in die Prignitz auszudehnen.

Praktische Landschaftspflege: Blühstreifen in der Landwirtschaft. Quelle: Christamaria Ruch

Der Verband steht regelmäßig mit der Koordinierungsstelle Brandenburg-Berlin vom Deutschen Verband für Landschaftspflege in Verbindung. Dort sind Petra van Dorsten und Holger Pfeffer Ansprechpartner. In dieser Woche besuchten sie Andreas Bergmann und Jakob Richter in Wittstock und erörterten die weitere Zusammenarbeit. Die Wittstocker Landschaftsplaner Frauke Hoffmann und Steffen Jander sind neben ihrer Arbeit im eigenen Büro ehrenamtlich im LPV aktiv. Beide sind Gründungsmitglieder des LPV. Steffen Jander ist für die Projektkoordinierung zuständig. „Ich entwickele im konkreten Fall die Anträge, berate Landwirte oder auch Gemeindekirchenräte“, sagt er. Frauke Hoffmann ist Schatzmeisterin und bringt ebenfalls die Verbandsarbeit voran.

Von Christamaria Ruch

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