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Wittstock/Dosse Bürgerinitiative „B 189 nein“ erfasst Straßenschäden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Bürgerinitiative „B 189 nein“ erfasst Straßenschäden
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14:58 10.03.2019
Mit Hilfe des Messrades nehmen die Mitglieder der BI „B189nein“ Schäden an der Straße zwischen Berlinchen und Sewekow auf. Quelle: Ruch
Berlinchen

Die Bürgerinitiative (BI) „B189nein“ spricht sich nicht allein gegen den Weiterbau der Bundesstraße 189 zwischen Wittstock und Mirow aus, sondern sammelt nun Fakten. Die im November vergangenen Jahres gegründete BI ist mit sechs Arbeitsgruppen gut aufgestellt.

Die setzen sich mit Themen wie Schwerlastverkehr, Planungsverfahren und Bundesverkehrswegeplan, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen und Veranstaltungen sowie Naturschutz auseinander.

Schäden werden genau notiert

Fünf Mitglieder der BI nahmen am Sonntagvormittag den 5,5 Kilometer langen Abschnitt auf der Kreisstraße 6823 zwischen Berlinchen und Sewekow unter die Lupe. Aus Richtung Berlinchen ist die Straße vom Abzweig zum Glambecksee bis Sewekow der engste Bereich.

Im Abstand von 20 Meter erfassten die Frauen und Männer Schäden entlang der Bankette. Dabei waren jeweils Länge und Breite von Interesse. „Die Idee hatte ich schon lange“, sagte Dieter Welchering. Er arbeitet in der AG Schwerlastverkehr und ist nun gemeinsam mit Friederike Halbach, Ulrike Laubenthal, Niels Detloff und Heiko Jahnke unterwegs.

Auf beiden Straßenseiten rollen sie jeweils ein Messrad und tragen dann abschnittsweise ihre Ergebnisse ein.

Bankette stark in Mitleidenschaft gezogen

Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Nahezu auf der gesamten Strecke sind Schäden entlang der Bankette zu sehen. „Zwischen Berlinchen und dem Abzweig zum Glambecksee wurde im vergangenen Jahr die Straße verbreitert, aber auch dort sind auf den Banketten Spuren der Lkw“, sagt Welchering.

Schäden an den Banketten gehören dort zur Normalität. „Zeitweise reichen die Schäden bis zu 80 Zentimeter weit vom Ende der Deckschicht bis in die Bankette und darüber hinaus“, sagt er. Dabei fällt auf, dass von Sewekow nach Berlinchen die Bankette mehr in Mitleidenschaft geraten sind als in die Gegenrichtung. „Wir sind erschrocken, dass es offensichtlich zur Normalität zählt, dass die Bankette als Fahrbahn genutzt werden“, sagt Welchering.

Lkw schneiden die Kurven

Die Anzahl der Lkw nimmt auf dem Abschnitt zu, allein von 2015 bis 2016 hat sich das Aufkommen verdreifacht. „Diese Zahlen hat der Landkreis erhoben und die Stadt Wittstock hat sie uns zur Nutzung bereit gestellt“, sagt er. „Es gibt immer wieder Beobachtungen von Autofahrern, dass Lkw im Begegnungsverkehr von der Straße herunterfahren, weil der Platz nicht ausreicht“, sagt Friederike Halbach.

Auch sie hat Situationen erlebt, bei denen die Lkw die Kurven schneiden und dann zu weit auf die andere Straßenseite gelangen. „Die ausgefahrenen Bankette sind ein Indiz dafür, dass die Straße zu schmal ist“, sagt Ulrike Laubenthal. Die Daten von der Erhebung am Sonntag sollen aufbereitet werden und in eine Anfrage an den Landkreis münden, denn dieser ist Baulastträger der Kreisstraße.

Von Christamaria Ruch

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