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Wittstock/Dosse Dachziegel lagern seit Jahren beim Bauhof
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Dachziegel lagern seit Jahren beim Bauhof
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15:02 29.06.2018
Es gibt noch viele Dachziegel für die Burg Goldbeck. Sie lagern auf dem Wittstocker Bauhof. Quelle: Christian Bark
Goldbeck

Fast neun Jahre ist es nun her, dass Brandenburgs damalige Kulturministerin, Johanna Wanka, den Zuwendungsbescheid für die „Sicherung der denkmalgeschützten mittelalterlichen Burganlage Goldbeck“ auf der Burg überreicht hat. 160 000 Euro sollten die Sanierung der Dacheindeckung und der Dachkonstruktion, die Wiederherstellung des Traufgesims an der Ostseite, sowie die Reparatur der Erkerkonstruktion kosten.

Die Stadt Wittstock beteiligte sich als Eigentümer der Burg mit 10 000 Euro. 100 000 Euro kamen vom Land Brandenburg und 50 000 Euro vom Bund.

Goldbecks Ortsbeirat befürchtet, dass die Ziegel nicht mehr transportfähig sind. Quelle: Christian Bark

Damals waren auch zahlreiche Biberschwanz-Dachziegel gekauft worden. Auf der Ortsbeiratssitzung in Siebmannshorst war im Herbst vergangenen Jahres nach dem Verbleib der restlichen Ziegel gefragt worden. Die Bestätigung der Stadt, dass diese palettenweise seit Jahren auf dem Gelände des städtischen Bauhofs lagern, trug Goldbecks Ortsvorsteher Gerd Frauböse in der jüngsten Ortsbeiratssitzung Mitte der Woche vor. „Scheinbar hat damals nicht das Geld ausgereicht, die mit zu verbauen“, bemerkte er.

„Eigentlich schade“, sagte Ortsbeirat Manuel Stutz. Er befürchtete, dass die Paletten in den vergangenen Jahren so „verwittert“ sind, dass man die Steine nun gar nicht mehr transportieren könne.

Dachziegel sind noch gut erhalten

„Die Dachziegel lagern auf Paletten und in Folie eingeschweißt an einem Standort des Bauhofes“, sagte Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert am Freitag auf MAZ-Anfrage. Das beeinträchtige nicht deren Haltbarkeit. „Sie befinden sich in einem guten Zustand“, betonte er.

Die Mittel der geförderten Sanierungsmaßnahme, in deren Rahmen die Steine seinerzeit angeschafft worden waren, haben wegen vorher nicht erkennbarer größerer Schäden im Innenbereich der Burg umverteilt werden müssen.

Der Wittstocker Stadtsprecher bestätigte aber, dass die Ziegel nach wie vor ihrem ursprünglich geplanten Zweck zugute kommen werden. „Sollte ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt werden, wird sich die Stadt darum bemühen“, versprach Jean Dibbert.

Von Christian Bark

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