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Der Biber vom Splitterbach baut weiter

Gute Lösung fürs Tier und die Friedrichsgüter Der Biber vom Splitterbach baut weiter

Der Biber hat seinen Willen durchgesetzt. Seit ein paar Monaten kann er unbehelligt am Splitterbach nahe Friedrichsgüte seinem Handwerk, der Landschaftsgestaltung, nachgehen. Etwas mehr als zwei Jahre sind vergangen, seit sein emsiges Tun das erste Mal Eingang in die Berichterstattung des Dosse-Kuriers gefunden hat. 

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Der Biber ist ein wahrer Baumeister und Landschaftsgestalter.

Quelle: dpa

Friedrichsgüte. Damals, Ende März 2011, hatten Unbekannte mindestens zwei seiner Dämme ober- und unterhalb der Splitterbach-Brücke bei Friedrichsgüte zerstört – und das, obwohl der Wasserstand ohnehin schon von Menschenhand reguliert worden war, indem Rohre durch den Damm des Bibers geführt worden sind.

Im Herbst vergangenen Jahres nun hatte der Splitterbach-Biber dafür gesorgt, dass die Straße für Wochen gesperrt werden musste. Ein viertel Jahr lang waren die Bewohner von Friedrichsgüte gezwungen, von Dossow aus einen unbefestigten Waldweg zu benutzen, wenn sie nach Hause fahren wollten, denn die Brücke war überflutet. Im Januar dieses Jahres kam dann endlich eine Lösung für die geplagten Friedrichsgüter:Mit Recycling-Material wurde die tiefste Stelle der Brücke so aufgefüllt, dass die Autos wieder ganz normal drüber hinweg fahren können. Links und rechts davon unterhält der Biber sein Geschäft, baut an seiner Burg und an den Dämmen und lässt kleine Seen entstehen.

So sah es vor etwas mehr als zwei Jahren auf der jetzt überfluteten Fläche aus, nachdem der Damm zerstört worden war.

Quelle: Köhn

„Manchmal kann man morgens auf der Brücke seine Abdrücke sehen, wenn er die Straßenseite gewechselt hat“, erzählt der für dieses Gebiet zuständige Revierförster Matthias Leibrandt. Er findet am Treiben des plattschwanzigen Nagetieres nichts auszusetzen. „Es ist doch gut, dass er das Wasser zurück hält, gerade wenn es so trocken ist, können wir gar nicht genug Wasser im Wald gebrauchen.“

Der Splitterbach wird immer breiter, der Biber dehnt sein feuchtes Wohngebiet immer mehr aus.

Quelle: Köhn

Auch wenn er Bäume annagt, so hält sich der wirtschaftliche Schaden durchaus in Grenzen. Denn die Erlen und Zitterpappeln, die am – und jetzt auch im Splitterbach stehen, sind für die Holzindustrie nicht allzu bedeutend. Leibrandt glaubt nicht, dass es Sinn macht, den Wasserstand künstlich abzusenken. Der Biber würde ohnehin seine Dämme wieder aufbauen, wo er es für richtig hält. Außerdem lebt er schon über zehn Jahre am Splitterbach. Und der Mensch kann mit der aufgeschütteten Brücke auch leben.

Von Uta Köhn

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