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Wittstock/Dosse Grünastbruch ist flächendeckendes Problem
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Grünastbruch ist flächendeckendes Problem
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15:16 03.08.2018
Gerd Große sorgt sich wegen des Astbruchs um die Verkehrssicherheit zwischen Christdorf und Karstedtshof. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

„Hier ist Gefahr im Verzug“, sagt Gerd Große aus Christdorf. Ein Eichenast mit gut 20 Zentimeter Durchmesser und vier Meter Länge fiel in der Nacht zu Donnerstag auf die Straße zwischen Christdorf und Karstedtshof. Verletzt wurde niemand. Gerd Große sieht die Stadt Wittstock in der Verkehrssicherungspflicht.

„Das Astbruch geht auf die Trockenheit zurück, das ist ebenfalls Grünastbruch“, sagt Hans-Joachim Mantey, Sachgebietsleiter Grünanlagen, Fuhrpark, Straßenreinigung bei der Stadtverwaltung in Wittstock, im Gespräch mit der MAZ. „In fast jedem Wittstocker Ortsteil beobachten wir seit Wochen den Grünastbruch“, sagt Mantey. Ursache dafür ist die Unterversorgung der Bäume mit Wasser. Wegen der fehlenden Feuchtigkeit sinkt die Elastizität in den Bäumen und sie trocknen aus. Damit verlieren die Gehölze an Standfestigkeit (die MAZ berichtete). „Mitarbeiter vom Bauhof sind heute dabei, an der betroffenen Eiche die Krone zurück zu schneiden und an drei bis vier anderen Bäumen ebenfalls Äste heraus zu nehmen“, sagte Mantey am Freitag.

Zwei Astbruchstellen an der Eiche bei Christdorf. Quelle: Christamaria Ruch

Der Bauhof in Wittstock steht wegen der lang anhaltenden Trockenheit vor einem Problem: Zwischen 15 000 und 20 000 Bäume stehen entlang des 360 Kilometer langen Wittstocker Straßennetzes. Insgesamt sind 60 000 Bäume in Wittstock zu pflegen.

Sommerbrüche bleiben eine Gefahr

„Die Sommerbrüche bleiben nach wie vor eine Gefahr“, sagt Hans-Joachim Mantey. Jedes Jahr erfolgen die Baumschauen; dabei wird das Totholz ausgeschnitten. „Der Grünastbruch ist nicht vorhersehbar und kann auch in Gutachten nicht vorher dokumentiert werden“, sagt Hans-Joachim Mantey.

„Ich bin nicht gerade begeistert, dass das jetzt passiert ist“, sagt Gerd Große am Donnerstag vor Ort. Gerade mit Blick auf die Umleitung im Zuge der Bauarbeiten an der Autobahnbrücke über die A 24 nahe Karstedtshof wird diese Straße seit Ende Februar und voraussichtlich noch bis Oktober stark frequentiert. Er denkt auch an die Schulbusse, die regulär diese Umleitung nutzen dürfen.

„Das ist offenbar ein gesunder Ast, der jetzt abbrach“, so Große. Er ging davon aus, dass der Astbruch wegen des Gewitters in der Nacht zu Donnerstag erfolgte. In Sichtweite zum betroffenen Baum steht eine weitere Eiche, bei der das Totholz offensichtlich ist: Trockene Äste ohne Laub ragen über die Straße.

Belaubte Äste stark betroffen

Hans-Joachim Mantey gibt Entwarnung: „Das Totholz ist derzeit nicht so sehr die Gefahr, belaubte Äste sind stärker betroffen.“ Hinzu kommt die starke Eichenmast in diesem Jahr. Die Bäume sitzen voll mit Früchten, sind viel schwerer als sonst und werfen nun viele Früchte ab.

Von Christamaria Ruch

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