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Wittstock/Dosse Europa schaut auf das Königsgrab von Seddin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Europa schaut auf das Königsgrab von Seddin
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17:12 28.02.2019
Experte für die Bronzezeit: Landesarchäologe Franz Schopper am Königsgrab von Seddin. Quelle: Andreas König
Perleberg

Irlands Hauptstadt Dublin ist zwei Tage lang das Mekka für Archäologen aus ganz Europa. Mittendrin: Franz Schopper, Brandenburgs oberster Denkmalpfleger und Landesarchäologe. Auf der Fachtagung geht es um den Austausch zu Aufgaben und Herausforderungen der staatlichen Denkmalpflege. Für seinen Beitrag hat sich Schopper ein „besonderes Beispiel aus dem Norden des Landes“ ausgesucht, wie er am Telefon in Dublin verrät: Die Zentralen Archäologischen Orte der Prignitz.

Seddin, Freyenstein und Wittstock im Fokus

Das Königsgrab von Seddin, den Archäologischen Park Freyenstein und das Schlachtfeld des 30-jährigen Krieges in Wittstock wird der Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege aus den insgesamt sechs „Zeitschätzen“ der Prignitz hervorheben und heute am späten Nachmittag im Schloss von Dublin vorstellen.

Alle Mitgliedsländer des Europäischen Archäologischen Rates, die in Irland vertreten sind, müssen sich auf jeweils einen Vortrag beschränken. Während der Experte aus Schottland beispielsweise über den Einfluss von Filmaufnahmen auf historische Stätten berichtet und die Vertreter aus England über den Schutz historischer Schiffswracks in ihren Gewässern erzählen, schickt der Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland Franz Schopper und die Prignitz ins Rennen. Er habe nicht lange gezögert und sich gleich mal gemeldet, als es darum ging, das Thema für Dublin auszusuchen.

Schließlich weiß der Fachmann für die Bronzezeit um die Bedeutung der archäologischen Orte in der Prignitz. „Damit brauchen wir uns nicht zu verstecken und können stolz sein auf das, was wir schon erreicht haben“, sagt Schopper.

Archäologische Orte in der Prignitz und ihre Vermarktung

Auf drei Aspekte wird der Landesarchäologe in seinem Vortrag auf Englisch eingehen: Das Projekt der Zentralen Archäologischen Orte, deren Vermarktung und aktuelle Forschungsergebnisse. Letzteres betrifft vor allem die Untersuchungen in Seddin und die neuesten Erkenntnisse von Immo Heske, der zuletzt im Oktober vergangenen Jahres vor Ort gegraben hatte. Franz Schopper wird seinen Kollegen heute erklären, wie sich die Einrichtung eines Grabungsschutzgebietes positiv auf die noch nicht entdeckten Funde auswirkt.

Freyenstein und Wittstock sollen als Beispiele dienen, wie positiv sich ehrenamtliches Engagement vor Ort bemerkbar macht und wie „die Kommunen und das Land archäologische Stätten schützen und erforschen“, erklärt Schopper.

Außerdem erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die gemeinsamen Anstrengungen zur Vermarktung der Orte und die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Prignitz.

Auch wenn der Beitrag aus Deutschland am Ende der zweitägigen Tagung steht – auf die Qualität des Projektes „Zeitschätze“ lässt Franz Schopper nichts kommen: „Wir spielen in einer Liga, die in Europa große Aufmerksamkeit erreicht.“

Zu den zentralen archäologischen Orten gehören das Hünengrab von Mellen, das Königsgrab von Seddin, die Burg Lenzen, das mittelalterliche Freyenstein, Schloss Meyenburg und das Schlachtfeld von 1636 bei Wittstock.

Der Tourismusverband Prignitz koordiniert die Marketing-Maßnahmen die zum Ziel haben, alle sechs Orte zu verknüpfen.

Von Stephanie Fedders

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