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Wittstock/Dosse Evangelische Kirche plant viel zur Laga
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Evangelische Kirche plant viel zur Laga
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00:19 04.12.2018
Die Initiativgruppe St. Marien möchte, dass die Marienkirche in Wittstock regelrecht aufblüht.
Wittstock

Die Landesgartenschau (Laga), die ab kommenden April in Wittstock stattfinden soll, wird nicht nur von der Verwaltung und den Touristikern als große Chance gesehen. Auch die Evangelische Kirche möchte dabei die Gelegenheit nutzen, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Wir wollen die Besucher in die kirchlichen Räume einladen und ihnen unseren christlichen Glauben zeigen“, betonte der Superintendent des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin, Matthias Puppe, am Donnerstagabend. Auf der Informationsveranstaltung in der Heilig-Geist-Kirche tauschten sich die Beteiligten über den Stand der Planungen aus und gaben sich gegenseitiges Feedback.

Die Evangelische Kirche hat zur Laga viel vor, wie Superintendent Matthias Puppe berichtete. Quelle: Christian Bark

Die Anwesenden um Matthias Puppe wussten jedoch auch, dass 170 Tage kirchliches Programm ein ambitioniertes Vorhaben sind. „Wir hatten uns schon in der Bewerbungsphase Wittstocks zur Ausrichtung der Laga vor drei Jahren Gedanken gemacht, wie unser Beitrag aussehen könnte“, sagte Matthias Puppe.

Mittlerweile sind die Ideen konkret geworden. Sie reichen von baulichen Veränderungen über Kirchführungen bis hin zu regelmäßigen Andachten. Gleich zur Eröffnung am 21. April 2019 werde um 10 Uhr ein Gottesdienst in St. Marien stattfinden. Zum Ende der Laga wolle man einen Erntedankgottesdienst am 6. Oktober feiern.

Gäste sollen Marienkirche erkunden

Um bei letzterem mitfeiern zu dürfen, müssten die Gläubigen jedoch über eine Laga-Eintrittskarte verfügen, was einige Anwesende am Donnerstagabend kritisierten. „Wir werden auch Freikarten erhalten“, informierte Matthias Puppe. Wenn man genau wisse, wie viele an dem Tag mitfeiern wollen und wie viele von denjenigen schon eine Dauerkarte haben, könne man das besser planen.

Ein Großteil des kirchlichen Beitrags soll sich 2019 um die St. Marienkirche, den Kirchplatz und den Pfarrgarten abspielen. In diesem würden beispielsweise Künstler Skulpturen schaffen, wobei ihnen die Besucher über die Schulter schauen können.

Ellen Thonack bereitet mit ihren Schülern eine Bilderausstellung für den Marienkirchturm vor. Quelle: Christian Bark

„Rundum schöne Aussichten hat man vom Kirchturm“, sagte der Superintendent mit Verweis auf das Motto der Laga. Im Turm soll eine Kunstausstellung stattfinden, bei der Zwölftklässler des Städtischen Gymnasiums ihre Bilder präsentieren werden. „Die Ausstellung wird selbsterklärend sein“, sagte Kunstlehrerin Ellen Thonack.

Im April soll in der Kirche sechs Wochen lang eine Apfelbaumausstellung stattfinden. 24 Apfelbäume mit Sorten, die man meist nicht im Supermarkt bekommt, sollen dort zu sehen sein, wie der Architekt und Mitglied der Initiative St. Marien, Thomas Kannenberg, betont.

Pflanzen mit christlicher Symbolik

Für die Bäume, die später verpflanzt werden, kämen dann Platzhalter hinzu. Ebenfalls grün und bunt soll es in Form von 98 Blumenkörben werden, die im Bereich zwischen Altar und Sitzbänken aufgestellt werden. Bepflanzt werden können sie entweder von ihren Paten selbst oder sie werden bepflanzt. „Wir hoffen, dass viele mitmachen“, sagte Initiativenmitglied Roswitha Hruby mit Blick auf die „blühende Gemeinde“.

Die floralen Elemente in Kirchen der Region aber auch der Marienkirche möchte Katechetin Roswitha Döring den Besuchern näher bringen. „Auf dem Teppich in St. Marien sind zum Beispiel Erdbeeren abgebildet“, erklärte sie. Die hätten im Christentum einen hohen Symbolgehalt, die fünf Blätter könnten beispielsweise die fünf Wunden Jesu darstellen.

An zehn Jahre der „Freien Heide“ soll außerdem eine Ausstellung erinnern, die der Verein „Friedensscheune“ aus Zempow in St. Marien zeigen möchte. „Es wird auch Veranstaltungen in verschiedenen Kirchen rund um die Heide und Wanderungen geben“, kündigte Vereinsvorsitzende Ulrike Laubenthal an.

Damit Gästeführer in der Kirche bestens geschult Antworten auf mögliche Fragen der Besucher haben werden, sollen außerdem Workshops angeboten werden, wie Roswitha Döring sagte. Wichtig sei, dass sich bis dahin genug Freiwillige finden würden, diesen Part zu übernehmen.

Musikalisch wird es mit der Kirche während der Laga ebenfalls. Michael Schetelich, der schon in diesem Jahr als Projektleiter die Programmreihe „Himmelston und Erdenklang“ mitorganisiert hatte, informierte über geplante Konzerte und Veranstaltungen. So solle es beispielsweise eine Fête de la Musique in Wittstocks Hinterhöfen geben.

„Im Zuge der Laga sollen auch Glaubensfrüchte wachsen. Schön, dass Sie den Samen hineinlegen“, bedankte sich Matthias Puppe für das Engagement der Beteiligten bei den Laga-Planungen.

Von Christian Bark

Klein aber oho: So könnte man den kleinsten Weihnachtsmarkt der Dossestadt bezeichnen. Die Zwölftklässler des Städtischen Gymnasiums wollen damit ihre Abiballkasse füllen.

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