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Wittstock/Dosse Familie von Winterfeld kam zu Besuch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Familie von Winterfeld kam zu Besuch
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00:18 02.10.2018
45 Mitglieder des Familienverbands besuchten das Schloss Freyenstein, hier ein Gruppenfoto auf der Schlosstreppe. Quelle: Fotos (2): Christian Bark
Freyenstein

So viele Mitglieder der Familie von Winterfeld hat Freyenstein schon lange nicht mehr bei sich begrüßen dürfen. „Zuletzt fand eine Familienversammlung vor 13 Jahren hier statt“, blickte Andrea Müllenberg vom Freyensteiner Förderverein am Samstag zurück. Das Adelsgeschlecht von Winterfeld war über Jahrhunderte im Freyensteiner Schloss beheimatet und nicht nur dort – seine Zweige reichen über die Prignitz und die Uckermark bis ins Mecklenburgische hinein.

Zum Mittagessen im Schloss waren am Samstag 45 Mitglieder des „Familienverbands“, der laut Anita-Maria von Winterfeld schon vor 160 Jahren gegründet worden war, nach Freyenstein gekommen. „Unser Verband fördert nicht nur den Zusammenhalt der Familie, sondern auch Projekte in der Region“, wie Anita-Maria von Winterfeld erklärte. So habe man sich finanziell an der Sanierung der Freyensteiner Kirche beteiligt.

Carl Freiherr von Vivenot lebt seit 19 Jahren in Australien. Quelle: Christian Bark

Wie verzweigt das Adelsgeschlecht und seine Linien weltweit sind, zeigte einmal mehr Carl Freiherr von Vivenot.

Er kam aus dem australischen Brisbane und hatte damit deutlich den längsten Anfahrtsweg. „Alle zwei Jahre treffen wir uns, da sind meine Frau und ich natürlich immer dabei“, sagte er.

Seine Großmutter war eine von Winterfeld, die in das Geschlecht derer von Vivenot eingeheiratet hatte. Am Tag zuvor waren die Familienmitglieder auf dem Gut von Carl Freiherr von Vivenots Vorfahren in Wüsten Vahrnow zu Besuch. „Unser Treffen dauert in der Regel drei Tage lang“, erklärte Anita-Maria von Winterfeld.

Detloff von Winterfeld ist der letzte von Winterfeld aus der Freyensteiner Linie. Quelle: Christian Bark

Wenn auch nicht in Freyenstein geboren, ist ihr Mann Dethard der letzte Sprößling der Freyensteiner Linie derer von Winterfelds. „Nach mir wird die Linie erlöschen“, sagte er in seiner Begrüßungsrede im Schloss. Er freue sich sehr, seine Familie im alten Ahnensitz seiner Väter begrüßen zu dürfen, der sich heute in einem besseren Zustand befinde, als vor dem Zweiten Weltkrieg.

Dass das Schloss heute wieder zu einem Anziehungspunkt für Freyenstein geworden ist, verdankt es zahlreichen Förderern und tüchtigen Bauleuten, wie Wittstocks Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler sagte. 4,5 Millionen Euro seien in die Sanierung geflossen. Vor zwei Jahren habe das Schloss der Öffentlichkeit präsentiert werden können.

Anita-Maria von Winterfeld (2. v. l.) begrüßte auch die anwesenden Freyensteiner. Quelle: Christian Bark

Ein Wermutstropfen sei der Ahnensaal im zweiten Stock, dessen Sanierung noch auf sich warten lasse. „An der Sanierung würden wir uns als Familienverband auch finanziell beteiligen“, sagte Anita-Maria von Winterfeld. Ebenso an der Sanierung zweier weiterer Räume auf der Etage. Dort könnte ein Teil des von Winterfeldschen Familienarchivs untergebracht werden. Im Schloss Wolfshagen sei nämlich langsam kein Platz mehr dafür, wie sie berichtete.

Und über allem tronte das Wappen des Adelsgeschlechts. Quelle: Christian Bark

Ob dieser Plan in die Tat umgesetzt werden kann, vermochte Friedhelm Kanzler am Samstag noch nicht zu sagen. „Es gibt Gespräche auch mit anderen Interessenten“, sagte er. Die Stadt Wittstock sei aber daran interessiert, mit der Familie von Winterfeld eine Lösung zu finden. Auch die Herrichtung des Ahnensaals, der laut Anita-Maria von Winterfeld mit Ahnenporträts der Familie gestaltet werden könnte, sei eine äußerst kostspielige Angelegenheit.

Nach dem Mittagessen erhielten die Familienmitglieder eine Führung durch das Schloss und den Parkt. Anita-Maria von Winterfeld, die vor Jahren den Freyensteiner Förderverein ins Leben gerufen hatte, zeigte sich begeistert vom Bauensemble. Und von dem Umstand, dass der Förderverein von Freyensteinern selbst weitergeführt werde und eine Menge im Ort auf die Beine stelle.

Von Christian Bark

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