Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittstock/Dosse Wo Besucher in die Luft gehen konnten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Wo Besucher in die Luft gehen konnten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:37 01.05.2018
Mit seinem kleinen Bruder Maxim flog Florian Thiede in den Himmel Quelle: Christian Bark
Alt Daber

Egal ob mit oder ohne Motor, wer am Sonntag auf dem Flugplatz Alt Daber in die Luft gehen wollte, hatte dazu beste Gelegenheiten. Der Fliegerclub Wittstock hatte zum Flugtag geladen . Dem Ruf waren hunderte Flugbegeisterte und Schaulustige gefolgt. „Am Vormittag standen die Leute richtig Schlange, um mitfliegen zu können“, berichtete Sebastian Bäz, Vizevorsitzender des Clubs. Mehr als 60 Starts habe es bis zum frühen Nachmittag schon gegeben. „Ich schätze mal, am Ende des Tages landen wir bei 80“, so Sebastian Bäz.

Der Wittstocker Fliegerclub hatte am Sonntag zum großen Flugtag nach Alt Daber geladen. Dabei konnten Besucher auch mitfliegen.

Fünf Segelflugzeuge und zwei Motorsegler stellte der Verein an dem Tag seinen Gästen für eine Spritztour mit erfahrenen Piloten zur Verfügung. „Wir bieten zum Flugtag Gästen auch eine vergünstigte Mitgliedschaft an“, sagte Clubmitglied Moritz Thannhäuser. Mitglieder dürften nämlich kostenlos mitfliegen. Wer dann selbst mal einen Segler fliegen wolle, müsse eine bis zu zweijährige Ausbildung absolvieren. Neben dem Fliegen hätten Mitglieder aber auch weitere Aufgaben im Verein. „Windendienst und Aufbaustunden auf dem Vereinsgelände im Winter gehören dazu“, erklärte Moritz Thannhäuser.

Auch Gastflieger gingen an den Start. So wie Friedemann Hille (r.) aus Rathenow. Quelle: Christian Bark

Wer mitfliegen wollte, musste sich für alle Fälle einen Fallschirm anlegen. Dann ging es mit dem über 15 Meter Flügelspanne messenden Segelflieger in die Lüfte. Über eine Winde wurde das Flugzeug in die Luft gezogen. Kurz vor dem Abkoppeln in etwa 500 Metern Höhe hatte der Segelflieger 120 Stundenkilometer auf dem Tacho, wie Moritz Thannhäuser informierte. „Bei der starken Thermik an einem so milden Tag wie heute kommen die Flieger hoch hinaus“, sagte er. Zwar dauerten die Flüge mit Gästen jeweils rund zehn Minuten, wenn der Pilot wolle, könne er aber wesentlich länger in der Luft bleiben.

„Über unserem Gelände dürfen wir maximal 2438 Meter hoch fliegen“, sagte Heinz Patschorke. Er hatte am Sonntag „Windendienst“ und bediente die über einen Kilometer vom Startfeld entfernte Winde der Marke Tost. Das Gerät war auf einem IFA Lastwagen W50 angebracht. „Den haben wir damals von der Armee bekommen“, erinneret sich Heinz Patschorke. Zwei Seile zog die Winde an, das „Waldseil“, weil es in Richtung Wald lag und das „Seeseil“, das in Richtung des Sees lag. Die Kunststoffseile konnten ein Gewicht von gut 2,5 Tonnen aushalten. „Es sind auch schon mal welche gerissen“, berichtete der Windenexperte, der die Mitglieder auch an der Winde ausbildet. Im Training würden die Segelflieger aber lernen, wie sie dann reagieren müssten.

Auch Gäste anderer Fliegervereine dabei

Beim Ausklinken des Flugzeugs öffnete sich am Seil ein kleiner Fallschirm, damit es sanft zu Boden gleiten konnte. Nachdem Heinz Patschorke zwei Fliegern in die Luft verholfen hatte, kam ein Mitglied des Fliegerclubs angefahren, um die beiden Seile wieder zum Startfeld zu bringen. Danach konnten weitere Flüge beginnen.

Neben Besuchern, die einfach nur „gucken“ wollten, wie beispielsweise Christine und Lorenz Mayer aus Jabel, waren auch Gäste aus anderen Flugvereinen gekommen. Mit dem Segelflieger, der in diesem Fall von einem Motorflugzeug angezogen worden ist, stattete Friedemann Hill aus Rathenow den Wittstockern einen Besuch ab. „Ich flieg sonst immer auf dem Flugplatz Stölln/Rhinow“, sagte er. In Alt Daber verhalf ihn Heinz Patschorke mit seiner Seilwinde dann in die Luft.

Mit der Seilwinde zog Heinz Patschorke die Flieger in die Luft. Quelle: Christian Bark

„Der Austausch mit anderen Vereinen und Fliegern ist uns wichtig“, sagte Sebastian Bäz. Bis es für Friedemann Hille losgehen konnte, musste er noch das „OK“ vom Tower abwarten. Der besteht in Alt Daber aus einem Transporter. „Wir haben hier mehrere Startfelder“, sagte Clubmitglied Robert Petz. Da sei es gut, den Tower mobil einsetzen zu können.

Nächstes Jahr Wiederholung möglich

Robert Petz kommt ursprünglich aus Malchen, lebt nun aber bei Hamburg, wie er sagte. Trotzdem ziehe es ihn immer wieder nach Alt Daber zum Fluplatz. „Hier sind einfach optimale Bedingungen und es gibt viel Platz“, erklärte er.

Der Flugtag fand in dieser Form in Alt Daber das erste Mal statt, wie Sebastian Bäz erklärte. „Für uns ist dieser Tag auch eine Möglichkeit, neue Mitglieder zu gewinnen und damit den Nachwuchs zu stärken“, sagte er. Er könne sich vorstellen, dass es auch im kommenden Jahr wieder einen solchen „Tag der offenen Tür“ geben wird. „Damit sich das bei den Leuten langsam herumspricht“, so der Vizevereinsvorsitzende.

Von Christian Bark

Wittstock/Dosse Ausstellung in Heiligengrabe - Als christliche Frauen ins KZ kamen

Wegen ihrer Überzeugung und Nächstenliebe sind während der Naziherrschaft zahlreiche christliche Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert worden. Über ihre Schicksale berichtet nun eine Ausstellung im Kloster Stift Heiligengrabe.

08.05.2018

Tragischer Todesfall an einer Raststätte der A24: Dort ist am Samstagmorgen ein 55-jähriger Mann aus einem Lkw gestiegen, zu Boden gestürzt und gestorben. Nun wird der Leichnam untersucht – denn der Sturz war offenbar nicht die Todesursache.

29.04.2018

Über 100 Besucher und Sportler waren am Samstag wieder zum Sportplatz nach Freyenstein gekommen. Beim großen Sportfest waren hier und da auch schon die Farben Schwarz Rot Gold zu sehen.

29.04.2018