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Wittstock/Dosse Die grüne Lunge für alle
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00:36 20.05.2018
Planer Frank Gemmel stellte erste Ideen vor. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Im Wohngebiet Röbeler Vorstadt soll ein Gemeinschaftsgarten entstehen. Die Gebäude und Wohnungsverwaltung (GWV) und die Volkssolisarität als Betreiber des Wohngebietstreffs wollen damit den dortigen Mietern noch mehr Lebensqualität bieten. Gemeinsam etwas gestalten, anpflanzen, ernten – oder auch einfach Freizeit verbringen und gemütliche Grillabende verleben – all das und noch mehr könnte der Gemeinschaftsgarten schon bald bieten.

Erste Schritte sind getan

Erste Schritte in diese Richtung sind bereits unternommen worden. Die GWV hat einen gut 1800 Quadratmeter großen Garten gekauft. Er befindet sich hinter den Blöcken in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Noch herrscht dort viel wildes Grün. Der Biber hat einen Baum zu Fall gebracht, und es gibt einige alte Schuppen, die zunächst abgerissen werden sollen. Um die groben Arbeiten und das Urbarmachen soll sich eine Fachfirma kümmern.

Danach, so der Plan, können die Leute vor Ort loslegen. Mitmachen kann jeder, der gern im Garten arbeitet. Angesprochen sind dabei Familien oder kleine oder größere Gruppen, weniger Einzelpersonen. Die Schule und die Kita im Waldring haben bereits Interesse signalisiert, ebenso die Mosaikschule.

Landschaftsplaner mit an Bord

Mit im Boot ist Frank Gemmel vom Büro für Landschafts- und Freiraumplanung aus Giesenhagen. Er stellte am Donnerstag erste Gestaltungsideen im Wohngebietstreff vor. So könne im Kopfbereich des Gartens eine klassische Gartennutzung mit Beeten erfolgen. Dahinter wären eine Wiese mit Pavillon, eine Freizeitfläche mit Grillplatz und ähnliche Dinge möglich. Die Bewässerung werde mit Grundwasser ermöglicht. Zwei Schwengelpumpen befänden sich bereits auf dem Areal. Auch Toiletten solle es geben. Das Tor zum Garten bleibt verschlossen, wenn er nicht genutzt wird. Der Schlüssel werde im Wohngebietstreff deponiert. Die Einrichtungen – Schulen und Kita – sollen ebenfalls jeweils einen Schlüssel erhalten. Wie sich der Garten konkret entwickeln wird, hängt natürlich auch von den Machern ab. „Die Gestaltung ist unabhängig von der Kleingartensatzung möglich“, sagte Frank Gemmel. Das heißt, es müssen keine speziellen Vorgaben hinsichtlich der Nutzung und Bepflanzung eingehalten werden.

Viele Ideen und Möglichkeiten

Mit dem Garten werde es möglich, dass Aktivitäten, die bislang nur im Wohngebietstreff stattfinden, dann auch nach draußen verlagert werden können. Sozialraumkoordinatorin Lissy Boost könnte sich auch Gartentreffs und Vorträge zu Gartenthemen vorstellen. Frank Gemmel nannte ebenso Naturpädagogik für Schüler als Möglichkeit. Auf jeden Fall werde die Gemeinschaft groß geschrieben. Jeder soll sich nach seinen Möglichkeiten einbringen können.

Öffnen werde der Gemeinschaftsgarten voraussichtlich zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien. Bis dahin sollen die ersten Pläne und die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sein.

Die Idee zu einer solchen grünen Lunge sei von den Bewohnern selbst gekommen. Aber auch die Kindereinrichtungen hätten einen solchen Wunsch geäußert.

Wer sich in das Projekt Gemeinschaftsgarten einbringen möchte, ganz gleich, ob als Gestalter oder Sponsor, kann sich an den Wohngebietstreff in der Röbeler Vorstadt wenden, Clara-Zetkin-Straße 7, Tel.: 03394/47 59 26; E-Mail: quartier-wittstock@volkssolidaritaet.de.

Von Björn Wagener

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