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Wittstock/Dosse Geschichtsverein will zeigen, was die Prignitz zu bieten hat
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Geschichtsverein will zeigen, was die Prignitz zu bieten hat
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00:20 07.11.2018
Referenten auf der Herbsttagung des "Vereins für Geschichte der Prignitz": v.l.n.r.: Uwe Czubatynski (Vors.), Christine Neumann, Bernhard von Barsewisch, Werner Dünkel Quelle: Annika Jensen
Freyenstein

Wie lebte es sich vor über 500 Jahren in Freyenstein? Diese und viele weitere Fragen diskutierten Mitglieder des Vereins für Geschichte der Prignitz am Wochenende. Der Verein hatte ins Schloss Freyenstein zur Herbsttagung eingeladen. Etwa 30 Mitglieder waren gekommen und hörten sich in der Hofstube Vorträge an. Schwerpunkt war das mittelalterliche Freyenstein.

Ein weit vertreuter Verein

„Diese Tagungen sind eine alte Tradition“, sagt Uwe Czubatynski, der Vorsitzende des Vereins. „Wie es unser Name sagt, erstrecken wir uns über die gesamte Prignitz und seit unserer Gründung im Jahr 1999 veranstalten wir im Jahr eine Frühjahrstagung und eine Herbsttagung.“, so der 53-Jährige .

Die seien nicht nur nützlich, um historisches Erkenntnisse zu präsentieren. Es geht auch darum, die 109 Mitglieder des Vereins von Zeit zu Zeit zusammenzubringen und darum, sich auszutauschen. „Unsere Mitglieder sind im Landkreis weit verstreut. Einige wohnen gar nicht in der Prignitz“, so Uwe Czubatynski.

Thema der Herbsttagung: Das mittelalterliche Freyenstein

Für seine Tagungen sucht sich der Verein jedes Mal einen anderen Ort. „Langsam wiederholen wir uns natürlich“, sagt Czubatynski weiter. „Weil es nicht so viele zentrale und historisch interessante Orte in der Prignitz gibt.“ Kein Wunder: Wenn der Verein mittlerweile 19 Jahre alt ist, macht das 38 Tagungen.

Am Wochenende haben die Zuhörer Vorträgen gelauscht, die sich mit dem mittelalterlichen Ort Freyentstein und vor allem mit der Geschichte des Schlosses Freyenstein beschäftigten.

Kaum eine Ahnengalerie ist lückenloser

Christine Neumann, Leiterin des archäologischen Parks und zuständig für das alte und neue Schloss Freyenstein, sprach über die alte Stadt, also die Stadtwüstung, und den heutigen archäologischen Park.

Einen spannenden Vortag hielt Bernhard von Barsewisch über die Ahnengalerie, die einst im Schloss hing. Die zeigt die Familie von Winterfeld, die Herren des Schlosses von 1620 bis 1945. Heute ist die Ahnengalerie eingelagert. Zum Teil sind die Gemälde stark beschädigt. „Aber es gibt kaum eine Ahnengalerie, die soweit zurückreicht und so vollständig ist“, sagt Bernhard von Barsewisch.

Viele Baustile sind am Schloss verewigt

Peter Goralczyk indes weihte die Zuhörer in die Geschichte des Schlosses Freyenstein ein. Der Bauforscher zeigte anhand zahlreicher Bilder, wie sehr sich das Gebäude unter den verschiedenen Bewohnern wandelte. Zahlreiche Baustile wurden am Schloss angewandt. Noch heute sind viele Spuren sichtbar, die den Gestaltungsenthusiasmus der Bauherren zeigen.

Gegen einen Vortrag per Beamer hatte sich Werner Dünkel entschieden. Der Architekt zeigte den Gästen an den Orten des Geschehens, wie das Schloss restauriert wurde. Die letzten Baumaßnahmen gab es von 2004 bis 2016. Dünkel begleitete sie die gesamten zwölf Jahre.

Zeigen, was man hat

Und warum entschied sich der Verein dieses Mal für Freyenstein? „Wir wandern durch die Gegend und gucken, wo sich etwas tut“, sagt Uwe Czubatynski. Dieses Argument gab auch den Ausschlag für den nächsten Tagungsort: Pritzwalk. Dort wurde in diesem Jahr die Erweiterung der Museumsfabrik eröffnet. „Wir wollen die Dinge zeigen, die die Prignitz hat und wir wollen das nach außen kehren für eine Landschaft, die nicht so im Blick der Großstädte ist.“

Von Annika Jensen

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