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Wittstock/Dosse Hotelchef stellt sich Sewekows Senioren vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Hotelchef stellt sich Sewekows Senioren vor
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18:17 07.11.2018
Bei der Reihe "Mein unbekannter Nachbar" stellte sich Hotelier Verlando Konschak (Mitte) den Sewekower Senioren vor. Quelle: Christian Bark
Ichlim

Das monatliche Treffen der Sewekower Senioren war am Mittwochnachmittag im Seehotel Ichlim Chefsache. Hotelier Verlando Konschak stellte sich im Rahmen der Reihe „Mein unbekannter Nachbar“ den Senioren vor.

„Ganz unbekannt dürfte ich den meisten von Ihnen ja nicht sein“, sagte er. Gut 30 Jahre kennt ihn beispielsweise schon Waltraut Lüdtke. „Wir haben uns schon zu DDR-Zeiten kennengelernt“, sagte sie. Sie wisse nur nicht mehr genau, wann Verlando Konschak nach Sewekow gekommen sei.

Die Sewekower Senioren lauschten aufmerksam. Quelle: Christian Bark

„1986“, half der 60-Jährige seiner „Nachbarin“ auf die Sprünge. Da hatte er die Stelle als Ferienheimleiter des Volkseigenen Betriebs „Spezialhochbau Berlin“ übernommen. Das damalige Ferienheim ist heute das Seehotel Ichlim. Ende der 1960er Jahre sei es an der Stelle des weggerissenen Forsthauses errichtet worden.

Bis kurz nach der Wende hatte Verlando Konschak seine Stelle im Ferienheim behalten, danach stellte sich die Frage, ob er überhaupt in der Region bleiben wolle. „Ein Bekannter hat mir davon abgeraten, nach Berlin zu gehen“, berichtete der Hotelier. Er solle besser „hier oben“ den Tourismus mit aufbauen.

Verlando Konschak (l.) erzählte aus seinem Leben. Quelle: Christian Bark

Als Ostdeutscher mit kaum Startkapital sei das nicht einfach gewesen. Mit seinem Kompagnon habe er sich 1991 gegen 20 und zuletzt fünf Bewerber um den Kauf durchsetzen müssen. Für 1,7 Millionen Mark hatten sie den Zuschlag von der Treuhand erhalten und nochmal genauso viel Geld in die Sanierung des Objekts gesteckt.

„Ein besseres Ambiente als hier am Wasser gibt es kaum“, schwärmte Waltraut Lüdtke, die selbst gerne Gast im Seehotel ist.

Ursprünglich zum Tiefbaufacharbeiter ausgebildet

Eigentlich kommt Verlando Konschak aus einem ganz anderen Fach. Der gebürtige Löbauer, der als Jugendlicher in Königs Wusterhausen aufwuchs, ist eigentlich gelernter Tiefbaufacharbeiter. Das Bohrwesen habe ihm später jedoch nicht mehr so zugesagt, weshalb er statt des geplanten Bergbaustudiums eines im Fremdenverkehr aufnahm.

„Ich war dann als Auslandsvertreter in Rumänien unterwegs“, berichtete der 60-Jährige. Mit der Geburt seiner beiden Töchter habe er sich jedoch in der Heimat umsehen müssen. Mit seiner Frau fing er dann im Ferienheim an. „Der Betrieb hat auch für die Stasi gebaut, aber nicht nur“, betonte er gegenüber den Senioren.

Mittlerweile als Miteigentümer des Objekts erwartete Verlando Konschak 1993 die nächste Herausforderung. Hatte er im selben Jahr noch aus Schwerin die Verkehrsgenehmigung für sein Hotel erhalten und die Versicherung, dass in der Nähe keine militärischen Übungen durchgeführt würden, zeichnete sich wenig später ein ganz anderes Problem ab: das geplante Bombodrom in der Wittstocker Heide.

Mit seinem Kompagnon gehörte der Hotelier zu einem der entschiedensten Gegner des Bombenabwurfplatzes „Wenn das umgesetzt worden wäre, hätte hier kein Mensch mehr in Ruhe leben können“, sagte Verlando Konschak. Viele Senioren stimmten zu.

15 weitere Jahre hatte es gedauert, bis die Bombodrom-Pläne endgültig vom Tisch waren. Heute zählt das Hotel jedes Jahr gut 11 000 Übernachtungen und gut 5000 Gäste, zu denen gehören in regelmäßigen Abständen auch die Sewekower Senioren gehören.

Von Christian Bark

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