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Wittstock/Dosse Vom Ruheforst bis zur Seebestattung
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17:54 09.10.2018
Tilo Brüsehafer informierte über Bestattungsvarianten. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Lieber eine Feuer- oder Erdbestattung? Soll die Asche nach dem Tod in der Ostsee landen oder doch lieber im Ruheforst? Diesen und weiteren Fragen rund um die letzte Ruhestätte widmete sich Bestatter Tilo Brüsehafer am Dienstagnachmittag bei der Volkssolidarität in Wittstock.

Eingeladen hatte ihn Regina Melzer von der Ortsgruppe 2. Für sie ist die Beerdigung kein Tabuthema. „Schließlich kommen wir irgendwann alle mal dahin“, sagte sie.

Bestatter Tilo Brüsehafer erklärte, welche Arten von Urnen es gibt. Quelle: Christian Bark

Tilo Brüsehafer, der neben dem in Wredenhagen seit drei Jahren wieder sein Bestattungsunternehmen in Wittstock betreibt, war der Einladung gerne gefolgt. „Man kann schon im Vorfeld einiges organisieren, damit man den Hinterbliebenen im Trauerfall etwas Last abnimmt“, sagte er.

So empfahl er den Anwesenden, sich rechtzeitig um alle notwendigen Dokumente wie zum Beispiel die Geburtsurkunde zu kümmern. „Ohne die oder eine behördliche Bestätigung gibt es auch keine Sterbeurkunde“, erklärte er.

Sterbegeld bleibt unangetastet

Sollte die Geburtsurkunde beispielsweise in den Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Vertreibung abhanden gekommen sein, wie es bei einigen Anwesenden der Fall war, legte der Bestatter den Gang zum Standesamt nahe. „Die können auf jeden Fall weiterhelfen“, sagte er.

Tilo Brüsehafer informierte zudem über das Schonvermögen, wenn es als „Sterbegeld“ deklariert worden ist. Das kann mindestens 5000 Euro betragen und bleibt von allen Ämtern unangetastet, weil es die Kosten zur Beerdigung decken soll.

Neu für Brandenburg ist, dass dort die Ascheteilung verboten ist. Zuvor sei es möglich gewesen, einen Teil der Asche in einen Diamantring pressen zu lassen. „In Mecklenburg ist das weiterhin möglich, aber aus Kostengründen kaum nachgefragt“, erklärte Tilo Brüsehafer.

Erdbestattungen nehmen ab

Gut nachgefragt seien Urnengräber. Rund 80 Prozent der Verstorbenen würden mittlerweile verbrannt und in einer Urne beigesetzt.

Die Möglichkeiten der Bestattung sind vielfältig. So wollen viele ihre Hinterbliebenen Arbeit ersparen und buchen die Grabpflege gleich mit. Oder sie lassen sich in einer leicht auflösbaren Urne zur See bestatten. „Das geht aber nicht in der Müritz“, sagte Tilo Brüsehafer. Tiefere Gewässer wie die Ostsee oder das Stettiner Haff seien die nahe liegenden Varianten.

Auch Ruheforste wie jener bei Sietow werden laut dem Bestatter immer beliebter. Der Vorteil: die Liegedauer beträgt 99 Jahre. Auch die Möglichkeiten, an Bäumen Namensschilder zu befestigen, bestehe.

Von Christian Bark

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